Baden

Museum Langmatt: Lukas Breunig wird neuer Stiftungsrats-Präsident

Lukas Breunig, designierter Präsident der Stiftung «Langmatt Sidney und Jenny Brown», ist stolz, die Geschichte des Museums Langmatt weiter mitprägen zu können.

Lukas Breunig, designierter Präsident der Stiftung «Langmatt Sidney und Jenny Brown», ist stolz, die Geschichte des Museums Langmatt weiter mitprägen zu können.

Im Herbst 2013 erhielt das Badener Museum Langmatt eine neue Direktorin. Jetzt steht der nächste Personalwechsel an: Ende Monat zieht sich der langjährige Stiftungsrat Alfred R. Sulzer zurück.

Das Museum Langmatt: Lange hat man vom altehrwürdigen Haus an der Römerstrasse nicht mehr gehört. Letztmals sorgte das Museum im Herbst 2013 für Schlagzeilen, als mit Sarah Zürcher die neue Direktorin vorgestellt wurde.

Nun hat das Badener Tagblatt von einer weiteren namhaften Personalie Wind bekommen. Alfred R. Sulzer wird nach 19 Jahren im Stiftungsrat und nach 4 Jahren Präsidium sein Amt Ende März abgeben. «Ich habe schon bei meinem Amtsantritt gesagt, dass ich nicht mehr als vier Jahre Präsident der Stiftung «Langmatt Sidney und Jenny Brown» sein möchte», so Sulzer. Er werde jetzt bald 67 Jahre alt; ein guter Moment aufzuhören, ist Sulzer überzeugt.

Von der Politik in die Kultur

Sulzers Nachfolger ist gerade mal halb so alt. An seiner Sitzung Ende März wird der Stiftungsrat Lukas Breunig zu seinem neuen Präsidenten ernennen. Der Anwalt ist kein unbekanntes Blatt in Baden. Von 2006 bis 2013 sass er für die FDP im Einwohnerrat und war gar Fraktionspräsident der Freisinnigen.

Das Amt eines Museums-Stiftungspräsidenten würde man eher mit einer Person gesetzteren Alters assoziieren. Was motiviert den erst 33-jährigen Breunig, dieses Amt zu übernehmen? Bei seinem – durch den Wohnsitzwechsel nach Brugg bedingten – Austritt aus der Politik sei er angefragt worden, ob er sich bei den «Freunden Museum Langmatt» engagieren wolle.

«Ich habe sofort zugesagt, weil ich mich so weiter für eine gute Sache in Baden einsetzen konnte», so Breunig. Doch nicht nur das: «Ich finde das Museum ein absolut spannendes Haus; ich erinnere mich, wie ich schon als Kind hier war und von der Atmosphäre beeindruckt war.»

Dass das Museum Langmatt ein etwas verstaubtes Image habe, findet Breunig nicht. «Klar, dieses Haus lockt vor allem ein kunstinteressiertes Publikum an, das im Schnitt wohl eher über die 50 Jahre geht.» Und genau darin sieht Breunig die grosse Herausforderung für das Haus.

«Ziel muss es sein, ein noch breiteres Publikum quer durch alle Altersschichten anzulocken.» Gleichzeitig windet er Sarah Zürcher – sie wurde im Herbst 2013 zur neuen Direktorin der «Langmatt» gewählt – ein Kränzchen: «Wir sind auf einem guten Weg. Sarah Zürcher musste sich zuerst einarbeiten. Heute ist sie bereits sehr gut vernetzt in Baden.» Bald werde zudem ihre erste kuratierte Ausstellung eröffnet.

Breunig ist stolz, die Geschichte des Museums Langmatt weiter mitprägen zu können. An Herausforderungen mangelt es dabei nicht. «Das Museum muss saniert und erweitert werden, will es konkurrenzfähig bleiben», so Breunig. In welchem Mass sich dabei die Stadt beteiligen soll, wird sich dieses Jahr weisen – der Einwohnerrat wird über entsprechende Vorlagen zu befinden haben.

Nebst der Personalie Breunig gibt es noch eine weitere personelle Änderung im Stiftungsrat. SP-Einwohnerrat Erich Obrist wird neu als Vertreter der «Freunde Museum Langmatt» Einsitz nehmen.

Letztes Wochenende hat das Haus seine Türen wieder für das Publikum geöffnet. Zu sehen gibt es im Heim der BBC-Gründer-Familie Sidney und Jenny Brown-Sulzer die Sammlung an impressionistischer Kunst, eingebettet in das Ambiente einer grossbürgerlichen Villa. Getragen wird der Betrieb von der Stiftung mit Unterstützung von Stadt und Kanton.

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