Wo sich letzten Samstagabend Amateurfussballer noch packende Laufduelle lieferten, ist jetzt einsam ein Bagger tätig und entfernt Grasnarbe für Grasnarbe. Schon in zwei Tagen wird kein einziger grüner Fleck mehr sichtbar sein, versichert Bauleiter Hans J. Moser. Gestern Morgen begannen die rund vier monatigen Arbeiten für den Einbau eines Kunstrasens in Stadion Esp. Schon bald türmten sich grosse Rasen-, und Erdhügel. «Dieses Material wird fachgerecht entsorgt», sagt Alex Meier, von der Abteilung Liegenschaften der Stadt Baden. Sobald der Naturrasen entfernt ist, werden rund 2000 Kubikmeter Humus ausgehoben und zum Sportplatz Langacker transportiert. Dort wird die Erde auf der 5000 Quadratmeter grossen Fläche verteilt und besät. Aus dem Allwetterplatz Langacker wird nach den Sommerferien ein Rasenplatz.

Ende Juni beginnt der Oberbau

Der Aushub des 1988 eröffneten Stadions werde zwei bis drei Wochen dauern, sagt Bauleiter Moser. Anschliessend würden neue Drainagen, ein neues Fundament für den Kunstrasen und neue Zäune am Spielfeldrand installiert. «Zudem braucht es eine neue Bewässerungsanlage.» Ende Juni werde man mit dem Oberbau beginnen.

Der Kunstrasen wird sich über eine Fläche von 8400 Quadratmetern erstrecken. Bis Ende August sollen die Arbeiten im Esp beendet sein. Tony Stalder, Leiter der Abteilung Liegenschaften, bestätigt, dass man voll im Fahrplan liege.

Spiele in Wettingen und Wohlen

Ein Fahrplan, der sich nicht ganz mit dem Spielplan der 1.-Liga-Mannschaft des FC Baden verträgt. Sein nächstes Heimspiel gegen den FC Winterthur U21 vom kommenden Samstag muss er auswärts austragen. Genauer im Wettinger Stadion Altenburg, das zurzeit ebenfalls saniert wird (siehe unten).

«Sollte es zusätzlich noch zwei Aufstiegsspiele in die Challenge League geben», und darauf hofft Ehrenpräsident Heinz Gassmann, «dann werden wir auch diese beiden Spiele in Wettingen austragen.

Im Stadion Esp sind die Bagger aufgefahren

Im Stadion Esp sind die Bagger aufgefahren

Hätte man mit dem Baubeginn nicht bis Ende Saison zuwarten können? «Der Zeitplan ist jetzt schon ziemlich eng; selbst wenn wir jetzt beginnen, müssen auch die ersten FC-Baden-Heimspiele der kommenden Saison auswärts ausgetragen werden», sagt Alex Meier.

Wie viele Spiele das sein werden, hängt davon ab, ob der FC Baden in die zweithöchste Spielklasse aufsteigt. Ist das der Fall, sind es rund 5 Heimspiele, bleibt der FC Baden in der 1. Liga nur etwa 3 Spiele, da die Saison später beginnt. «Mit Ausnahme des Cupspiels am 3. August werden wir die Heimspiele im Stadion Niedermatten in Wohlen austragen», sagt Gassmann.

Ausweichplätze werden entlastet

In seiner ersten Sitzung des Jahres hat der Badener Einwohnerrat Ende Jahr einem Kredit von 1,79 Millionen Franken für den Einbau des Kunstrasens im Esp und den Umbau des Allwetterplatzes Langacker zugestimmt. Die effektiven Investitionskosten belaufen sich auf rund 1.5 Millionen Franken, da noch 265000 Franken vom Swisslos-Sportfonds zugesichert sind. Tony Stalder stellt bereits in Aussicht: «Wir werden die Arbeiten innerhalb dieses Kostenrahmens abschliessen können.»

Der Einbau des Kunstrasens hat nicht nur zur Folge, dass der FC Baden die Auflagen der Swiss Football League für einen Spielbetrieb in der Challenge League erfüllt. Weil der Kunstrasenplatz das ganze Jahr hindurch bespielt werden kann, werden andere Sportplätze und Turnhallen im Meierhof und in Rütihof Baden entlastet.