Turgi

Nach 30 Jahren Lokalpolitik: Gemeindeammann tritt Ende Jahr zurück

Peter Heiniger demissioniert.zvg

Peter Heiniger demissioniert.zvg

Gemeindeammann Peter Heiniger gibt per 31. Dezember sein Amt ab. Der 63-Jährige möchte einer jüngeren Generation Platz machen.

Über 30 Jahre war er für die Gemeinde Turgi im Einsatz: als Kommissionsmitglied, als Vize- und als Gemeindeammann.

Jetzt ist Schluss. Peter Heiniger demissioniert per 31. Dezember und gibt sein Amt als Ammann ab. Grund dafür ist seine Pensionierung, die im kommenden Jahr bevorsteht. «Er will über seine Freizeit ohne Termine dieses Amtes verfügen können», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Und: «Herr Heiniger möchte einer jüngeren Generation Platz machen.» Zweimal wurde der gelernte Maschineningenieur vom Stimmvolk auf den Ammannsessel gewählt: 1992 – wobei er 2001 aus beruflichen Gründen freiwillig zurückgetreten ist – sowie 2011. Bei Heinigers zweiter Wahl hatte SP-Kandidat Martin Christen mit 247 gegen 373 Stimmen das Nachsehen.

Turgi erhielt 2002 Wakkerpreis

In seiner insgesamt 14-jährigen Regierungszeit hat Peter Heiniger verschiedene Erfolge erzielen können. Beispielsweise wirkte er beim Bau des neuen Bahnhofs mit und übernahm bei den internationalen Kindertheaterfesten mehrmals die Rolle des OK-Präsidenten. Zu den Höhepunkten zählte auch der Wakkerpreis, den der Schweizerische Heimatschutz (SHS) der Gemeinde im Jahr 2002 verliehen hatte.

«Turgi hat mit überdurchschnittlichem Engagement gezeigt, dass vieles möglich ist. Darum setzen wir hier ein Zeichen, auch zur Ermunterung anderer Gemeinden», sagte der damalige Geschäftsleiter des SHS, Philipp Maurer. Gelobt wurde die Sensibilität für eine «hochwertige architektonische Entwicklung» sowie die Sorge um historische Bausubstanz. «Dank dem grossartigen Einsatz und Engagement von Peter Heiniger kann die Gemeinde Turgi auf viele erstrebenswerte und standortmarketingfördernde Projekte zurückblicken, welche auch nachhaltig wirken», schreibt die Gemeinde weiter in der Mitteilung.

Gemeinde: Positive Entwicklung

Peter Heiniger hatte in seiner Amtszeit auch einige Hürden zu meistern: So hatte er nach einer Darmkrebsoperation mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese erschwerten ihm die Ausübung seines Amtes.

Für Heinigers Schaffen findet die Gemeinde Dank und lobende Worte: Seine wertvolle Arbeit habe zur positiven Entwicklung der Gemeinde beigetragen.

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