Baden
Nach Bernhard stösst auch noch Leutwyler zu den Stadtratskandidaten

Mit Jean-Pierre Leutwyler kämpfen in Baden 10 Kandidaten und Kandidatinnen um einen Stadtratssitz. Der 40-jährige ehemalige Präsident der GLP des Bezirks Baden kandidiert nach seinem Parteiaustritt als Parteiloser.

Roman Huber
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Jean-Pierre Leutwyler, früher GLP, heute parteilos. az-archiv

Jean-Pierre Leutwyler, früher GLP, heute parteilos. az-archiv

In den Kampf um die Stadtratssitze mischt sich nun mit Jean-Pierre Leutwyler ein weiterer Bürgerlicher ein. Leutwyler wurde drei Monate vor Ende der Amtsperiode noch Grossrat und Ersatzrichter.

Drei Parteipräsidenten im Angriff

Den Letzten beziehungsweise den Präsidenten beissen nun auch bei den Freisinnigen die Hunde: Der FDP-Vorstand hat Matthias Bernhard als Stadtratskandidaten aufgestellt. Er soll den verloren gegangenen Sitz und für die Partei zurückholen.

«Wir haben uns für diesen Entscheid bewusst Zeit genommen und nicht voreilig nominiert», erklärt Matthias Bernhard selber. Während dieses Prozesses seien zuerst andere Namen gefallen, bis er sich über eine eigene Kandidatur Gedanken gemacht habe, erklärt der 65-jährige FDP-Präsident. Sein Engagement für eine gesunde Entwicklung seiner Stadt möchte er damit vertieft fortsetzen und so den Erfolg der bislang bürgerlichen Politik weitertragen.

Damit werden sich drei neue Bürgerliche und eine linke Kandidatin für die frei werdenden Sitze von Reto Schmid (CVP) und Daniela Oehrli (SP) streiten, während Leutwyler schwierig einzuordnen ist. Der Ammannsitz von Geri Müller wird definitiv nicht zum Angriffsziel. Mit Markus Schneider (CVP) und Roger Huber (FDP) sowie Daniela Berger (SP) und Ruth Müri (team) treten zusammen mit Müller fünf Bisherige an. Ziel der Bürgerlichen ist es, wieder die Mehrheit im Stadtrat stellen zu können, womit auch der Sitz von Ruth Müri und Daniela Berger in den Fokus gerät.

Neben Bernhard kandidieren auch der SVP- und der CVP-Präsident für ein Stadtratsmandat. Für Matthias Gotter (CVP) ist die Mission klar. Er werde sein Ding durchziehen und den Sitz von Reto Schmid für seine Partei sichern, erklärt Gotter. Daran ändere Bernhards Kandidatur nichts. «Die Kandidatur der FDP ist innerhalb der bürgerlichen Parteien kommuniziert worden», sagt Gotter.

Serge Demuth (SVP) hat seine Ambitionen schon vor den Ersatzwahlen im vergangenen November angekündigt. Man akzeptiere die Kandidatur Bernhards, da der Anspruch der FDP auf einen zweiten Sitz gerechtfertigt sei. Rein rechnerisch betrachtet sei laut Demuth nun alles möglich. Er fordert die bürgerlichen Parteien auf, geschlossen ihre Leute zu wählen.

Gelassenheit bei SP und team

Bei der SP sieht man den Wahlen auch in bei neuer Ausgangslage gelassen entgegen. Neben der bisherigen Stadträtin Daniela Berger hat die SP bereits kurz nach dem 2. Wahlgang im März Regula Dell’Anno-Doppler für die Stadtratswahlen im Herbst aufgestellt. Sie soll die Nachfolge der zurücktretenden Daniela Oehrli antreten.

Mit der frühen Nomination der ehemaligen Einwohnerratspräsidentin ist die SP den Bürgerlichen einen Schritt zuvor gekommen, zumal Dell’Anno bis in die bürgerlichen Reihen hinein Akzeptanz geniesst. Sie sei zuversichtlich, erklärt Dell’Anno, zumal die SP Anspruch auf einen zweiten Sitz habe. Die Kandidatur von Bernhard trage sicher dazu bei, dass die Spannung noch etwas grösser werde. Wenig überrascht zeigt sich Ruth Müri (team baden) über eine zweite FDP-Kandidatur, zumal diese ja in Aussicht gestellt worden sei. «Im Hinblick auf meine Wiederwahl beurteile ich die Situation darum nicht etwa schlechter», sagt Müri.

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