Wettingen
Nach dem Nein an der Urne: Beim Tägi wird wieder geplant

Nach dem Nein des Souveräns zum Tägi vom 23. September geht der Gemeinderat über die Bücher. Gemeinsam mit einer Begleitkommission wird nun das weitere Vorgehen festgelegt. Ein Zeitplan steht in groben Zügen bereits fest.

Dieter Minder
Merken
Drucken
Teilen
Das ursprünglich geplante Projekt Tägi wurde vom Souverän verworfen

Das ursprünglich geplante Projekt Tägi wurde vom Souverän verworfen

Zur Verfügung gestellt

Nach dem Volksentscheid hat der Gemeinderat eine Analyse des Abstimmungsresultates bei der Firma Isopublic mit einer Repräsentativumfrage in Auftrag gegeben. Ziel war es, mit einer professionellen Befragung die Gründe für das Nein zu eruieren. Der Gemeinderat machte zusätzlich eine Selbstanalyse. Als Handlungsrichtlinie wurde festgelegt, dass die Analyse rasch und mit ableitbaren Konsequenzen vorliegt.

Diese Analyse wird dem Gemeinderat am Donnerstag an der Sitzung vom präsentiert. Er wird sich anlässlich einer Klausur intensiv mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Anschliessend soll die Analyse im Laufe des Novembers den Medien und damit der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bevölkerung und Einwohnerrat miteinbeziehen

Als weiterer Handlungskreis hat der Gemeinderat festgelegt, dass ein Infokonzept erstellt wird. Es soll sowohl der Einwohnerrat als auch die Bevölkerung in die Entscheidfindung für die Überarbeitung des Projektes Tägi intensiv einbezogen werden. Zusätzlich sollen auch Baden Regio und der Kanton über das weitere Vorgehen informiert sein.

Der Gemeinderat hat festgelegt, dass eine breit abgestützte Begleitkommission mit Vertretern der Pro- und Kontrakomitees sowie Mitgliedern der Einwohnerratsfraktionen eingesetzt wird.

Baukredit 2015/2016 vorgesehen

Der Zeitplan für die Überarbeitung sieht in groben Zügen folgende Eckwerte vor: Nach Vorliegen der internen Auswertung und erste Prüfung, ob die neue Ausgangslage eine Projektüberarbeitung zulässt, findet eine Besprechung mit den Architekten betreffend Machbarkeit einer Überarbeitung statt. Es soll dem Einwohnerrat an einer der ersten Sitzungen im Jahre 2013 ein Traktandenbericht für die Überarbeitung des Projektes unterbreitet werden.

Bereits im Vorfeld der Erarbeitung dieser Kreditvorlage wird die Begleitkommission in den Prozess einbezogen. Anschliessend soll das Ergebnis der Überarbeitung des Projektes Tägi in geeigneter Form mit der Bevölkerung diskutiert werden, bevor im Frühjahr/Sommer 2014 dem Einwohnerrat ein Projektierungskredit mit Auswahlvarianten vorgelegt wird. Anschliessend soll Ende 2014 ein Projektierungskredit mit Auswahlmöglichkeiten der Bevölkerung unterbreitet werden. Mit dem Baukredit für ein überarbeitetes Projekt Tägi kann 2015/2016 gerechnet werden.

Nach Vorliegen der Abstimmungsanalyse und Bewilligung des Kredites für die Neuüberarbeitung des Projektes Tägi soll mit den kantonalen Behörden die Rahmenbedingungen für die Betriebsdauer des Eises besprochen werden. Bekanntlich soll mit heutigem Kenntnisstand der Eisbereich mit kantonaler Verfügung per Ende Saison 2013/2014 geschlossen werden.

Regionalität nicht in Frage gestellt
Betreffend weiteres regionales Projekt Kurtheater hält der Gemeinderat noch einmal in Rücksprache und Absprache mit dem Stadtrat Baden ausdrücklich fest, dass die Regionalität des Projektes Umbau und Erweiterung Kurtheater Baden nicht in Frage gestellt ist und die Stadt Baden auch von einer Beteiligung der Gemeinde Wettingen in zurzeit noch nicht definitiv bestimmbarer Höhe ausgehen kann. Nach Rücksprache mit der Stadt Baden gilt Gegenrecht zum Projekt Tägi unter Vorbehalt, dass gleiche Beiträge fliessen sowie die jeweiligen Projekte überhaupt realisiert werden. Der ursprünglich vorgesehene Betrag von 5,1 Millionen Franken würde sich im Umfange einer allfälligen Reduktion des regionalen Investitionsteiles beim Projekt Tägi vermindern.