Baden

Nach dem Workshop ist klar: Mädchen und Technik – das passt zusammen

Steffi Müller (r.) hilft Nadine am Technik-Tag beim Löten. Alex Spichale

Steffi Müller (r.) hilft Nadine am Technik-Tag beim Löten. Alex Spichale

20 Mädchen haben den Meitli-Technik-Tag bei der ABB Schweiz in Baden besucht. In verschiedenen Workshops erhielten sie Einblicke in technische Berufe – Berufe, die vor allem Buben ansprechen.

Konzentriert sitzt Nadine über ihre Arbeit gebeugt. Vorsichtig lötet sie kleine Teile auf eine Platte und knipst die überstehenden Drähte mit einer Zange ab. Nadine und 19 andere Mädchen besuchen den Meitli-Technik-Tag bei der ABB Schweiz in Baden.

Michelle Locher, Automatikerin im vierten Lehrjahr, zeigt der Schülerin Jennifer, wie man ein Verlängerungskabel macht

Michelle Locher, Automatikerin im vierten Lehrjahr, zeigt Schülerin Jennifer, wie man ein Verlängerungskabel macht.

Nadine baut ein elektronisches Spiel zum Gedächtnistraining. «Das ist tipptopp gelötet», sagt Steffi Müller, während sie die Platte betrachtet. Steffi ist im vierten Lehrjahr als Automatikerin und eine von zehn Jugendlichen, die die Schülerinnen in unterschiedlichen Workshops betreuen. In Steffis Berufsschulklasse sind nur zwei Mädchen. «In den anderen Jahrgängen sinds noch weniger», sagt Michelle Locher, die zweite Lernende. Dies möchten ABB, der Ausbildungsverbund libs und IngCH ändern. Deshalb organisieren sie einen Tag, an dem Mädchen der Oberstufe einen Einblick in die technischen Berufe erhalten.

Auch für Frauen spannende Berufe

«Technikerberufe sind keine Männerberufe. Es sind in erster Linie interessante, vielseitige Berufe», sagt Lea Hasler von IngCH. Oft wüssten Mädchen gar nicht, was in diesem Berufsfeld gemacht wird. Dabei gäbe es auch nach der Lehre gute Chancen, eine Stelle zu finden. «Eine Frau muss sich in unserem Job öfter beweisen als ein Mann. Doch das macht den Beruf spannend», sagt Michelle. Am Techniktag können die Schülerinnen eine Schaltung aufbauen, ein Geschicklichkeitsspiel löten, ein Brain Game bauen und ein Verlängerungskabel zusammenschrauben.

Nach einer Stunde ist Nadines Brain Game fertig. «Das Spielen ist viel schwieriger, als das Zusammenbauen der Einzelteile», sagt sie. Nadine weiss bereits, was sie werden will: Netzelektrikerin oder Elektronikerin. (bgf)

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