Die FDP hatte ihm die Unterstützung entzogen und an seiner Stelle Gemeinderätin Karin Funk als neuen Gemeindeammann vorgeschlagen. Funk wurde als Gemeinderätin bestätigt, verzichtete dann aber auf eine Kandidatur als Ammann.

Den Wahlkampf habe er bewusst als Parteiloser geführt: «Ich wollte als Person gewählt oder eben nicht gewählt werden.» Dass ihn die Würenloser wieder in die Exekutive berufen haben, sieht Reber somit ausdrücklich als persönlichen Erfolg.

Keine Racheaktion

Der Eintritt in die SVP sei für ihn weder ein politischer Quantensprung noch eine Racheaktion an der FDP. Er vertrete bürgerliches Gedankengut, deshalb sei es logisch, dass er in die SVP eingetreten ist: «Die FDP stand nicht zur Diskussion und auch die CVP kam für mich nicht infrage.» Beide Parteien hatten sich im Wahlkampf gegen ihn gestellt. Als Einzige hatte die SVP Reber unterstützt.

Auf der Werbung für Vizeammann Johannes Gabi hatte sie eine Empfehlung für Reber abgegeben. «Wir kannten die Haltung von Reber, deshalb haben wir ihn unterstützt», sagt Thomas Zollinger, Ortsparteipräsident der SVP. «Möglicherweise haben wir damit aber Johannes Gabi geschadet.» Dieser ist, mit sieben Stimmen Rückstand auf Funk, nicht bestätigt worden.

Zollinger ist zuversichtlich, dass der neue Gemeinderat seine Sache gut machen wird: «Die jungen Gemeinderäte Nico Kunz und Lukas Wopmann sind Garanten dafür, dass es in Würenlos zu Veränderungen kommen wird, Reber bringt Erfahrung mit.»

Nun setzt sich der Gemeinderat aus zwei FDP-Mitgliedern (Karin Funk und Nico Kunz), ein BDP-Mitglied (Lukas Wopmann), einem parteilosen (Anton Möckel und einem SVP-Mitglied (Reber) zusammen.