Baden
Nach Drohung: Polizei findet im Manor keine Bombe ++ Video zeigt Verhaftung eines Verdächtigen

Der Manor in Baden und umliegende Gebäude wurden am Morgen wegen einer Bombendrohung evakuiert. Die Kantonspolizei Aargau war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Betroffen waren Hunderte Personen. Kurz vor 17 Uhr war der Einsatz beendet, ein Sprengsatz wurde nicht gefunden.

Andreas Fahrländer, Pirmin Kramer, Jürg Krebs
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Grosseinsatz für die Polizei in Baden im November 2018: Grund war eine anonyme Bombendrohung.
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Die anonyme Bombendrohung ging am Donnerstag, 1. November 2018, beim Warenhaus Manor in der Innenstadt von Baden ein.
Ab Mittag durchsuchte die Polizei während Stunden mit Sprengstoff-Suchhunden das Warenhaus Manor am Schlossbergplatz. Gefunden wurde nichts.
Der Manor in Baden nach der Bombendrohung.
Der anonyme Anrufer meldete sich um 9.30 Uhr bei Manor in Baden.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot in Baden.
Die Polizei evakuierte aus dem Warenhaus und den umliegenden Gebäuden mehrere hundert Personen und sperrt das Gebiet weiträumig ab.
Mehrere Dutzend Einsatzkräfte von Kantonspolizei, Stadtpolizei Baden, Regionalpolizei Brugg, ein Detachement der Feuerwehr Baden sowie eine Ambulanzbesatzung stehenvor Ort im Einsatz.
Gegen 16 Uhr gab die Polizei den Schlossbergplatz wieder frei.
Der menschenleere Schlossbergplatz in Baden. Kein Mensch auch auf der Dachterrasse des Manor.
Das Manor-Warenhaus in Baden. (Archiv)

Grosseinsatz für die Polizei in Baden im November 2018: Grund war eine anonyme Bombendrohung.

Kapo AG

Die Polizei forderte am Donnerstagmorgen die Bevölkerung via Twitter auf, das Gebiet um den Manor am Schlossbergplatz in Baden grossräumig zu meiden. Hintergrund war eine Bombendrohung, die um 9.30 Uhr beim Manor eingegangen war. Der Anruf wurde nach Polizeiangaben von einer Mitarbeiterin des Warenhauses entgegengenommen. Beim Droher handle es sich um einen Mann. Mehr ist aktuell nicht bekannt.

Kurz nach Mittag begann die Polizei mit der Durchsuchung des Manor-Gebäudes, wie sie per Twitter mitteilte. Im Einsatz ist auch ein Sprengstoffspürhund der Grenzwache.

Am frühen Nachmittag nahm die Polizei einen Mann fest, der an der Badstrasse am Absperrband beim Geschäft «Laube und Gsell» aufgefallen war. Nähere Angaben wollte die Polizei gegenüber unserer Reporterin Anna Bisig von TeleM1 noch nicht machen. Er wurde abgeführt. Ob der Mann mit dem Bombenalarm in Verbindung steht, ist unklar. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen eingeleitet.

Kurz vor 16 Uhr gab die Polizei den Schlossbergplatz und die Umgebung wieder frei. Die Durchsuchung des Warenhauses hat gemäss Polizei keinen konkreten Hinweis auf "gefährliche Gegenstände oder Stoffe" ergeben. Um 16.40 Uhr gab die Polizei dann auch das Manor-Warenhaus wieder frei und erklärte den Einsatz für beendet. Alle Sperrungen seien aufgehoben worden.

Grosse Evakuation

In einer ersten Information der Medien kurz vor Mittag vor Ort hatte Polizeisprecher Roland Pfister erklärt: "Alle Liegenschaften rund um den Schlossbergplatz sind evakuiert worden. Das betrifft mehrere Hundert Personen."

So erlebte Badens Ehrenbürger Sepp Schmid die Evakuation:

Es ging in der Folge darum, den Anrufer zu ermitteln und wie man im Manor-Gebäude vorgehe, um die allfällige Bombe zu finden und zu sichern. Die Leute sollten sich vom Manor fernhalten und die Absperrung respektieren.

Auch die US-Botschaft in Bern warnte seine Bürger vor der Gefahr in «Downtown Baden».

Am Morgen wurden erst Schlossberg- und Kirchplatz als auch der Theaterplatz abgesperrt. Überhaupt war es schwer durch die Stadt zu kommen. Auch alle Läden und Gebäude in der Sperrzone waren evakuiert worden.

Die Kantonspolizei und die Stadtpolizeien von Baden und Brugg waren mit mehreren Dutzend Beamten im Einsatz. Auch Ambulanz und Feuerwehr waren vor Ort.

Die Manor-Mitarbeiter hatten sich erst auf dem hinteren Teil des Theaterplatz versammelt und dort auf weitere Informationen über den Vorfall gewartet. Sie konnten den Platz später verlassen und sich in umliegenden Geschäften und Cafés aufwärmen.

Die komplette Chronologie zur Bombendrohung in Baden finden Sie hier.

So erlebte eine Ladenbesitzerin den heiklen Moment:

AZ-Leserreporter Schicken Sie uns per WhatsApp Videos, Bilder oder Hinweise an 079 858 34 12. Für jedes Video, das online geht, gibt es 50 Franken.

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Keystone/Montage_AZ