«Metropol»

Nach Schliessung des Notspitals: Baden hat eine neue Asylunterkunft gefunden

Hier lebten rund 200 Asylsuchende, bevor die geschützte Operationsstellen (Gops) im Kantonsspital Baden geschlossen wurden. Mario Heller/Archiv

Hier lebten rund 200 Asylsuchende, bevor die geschützte Operationsstellen (Gops) im Kantonsspital Baden geschlossen wurden. Mario Heller/Archiv

Die Stadt Baden hat Ersatz für die geschlossene Asylunterkunft in der geschützten Operationsstelle (GOPS) des Kantonsspitals gefunden: Ab 1. August werden 15 Asylbewerber im ehemaligen Restaurant Metropol untergebracht.

Die Liegenschaft an der Schartenstrasse wurde bisher von der arwo, der Stiftung für Menschen mit Beeinträchtigung, für die Lebensmittelproduktion genutzt. Die Stiftung hat den Nutzungsvertrag jedoch auf Ende Juni gekündigt, wie die Stadt Baden am Donnerstag mitteilte.

Damit habe sich die Möglichkeit ergeben, Wohnraum für Asylsuchende zu schaffen. Im Juli würden kleinere Renovations- und Anpassungsarbeiten ausgeführt. Das Betreuerteam des Kantonalen Sozialdienstes werde im ehemaligen Gastraum seine Büros einrichten. Das gewährleiste eine erhöhte Präsenz der Betreuer vor Ort.

19.8.2015: Bezug der Asylunterkunft im Kantonsspital Baden.

19.8.2015: Bezug der Asylunterkunft im Kantonsspital Baden.

Die ersten Asylsuchenden sind heute in der unterirdischen Unterkunft in Baden eingezogen. Vorerst sind es 20 Männer, die im Notspital leben. Die restlichen 180 Plätze werden nach und nach besetzt.

Die Asylunterkunft in der unterirdischen GOPS war im März ausser Betrieb genommen worden. Das Kantonsspital Baden plant an dieser Stelle einen Neubau.

Seither erfülle Baden die vom Kanton berechnete Unterbringungsquote für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene nicht mehr, heisst es in der Mitteilung. Mit den 15 Plätzen im Metropol könne die Stadt ihre Unterbringungspflicht wieder "weitestgehend" erfüllen.

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