Spreitenbach
Nach Spielplatz-Sperrung: Gemeinderat stockt Kredit für neue Geräte deutlich auf

Die Spielgeräte bei der Spreitenbacher Primarschule Seefeld können nun ersetzt werden. Die Kinder müssen sich aber wohl noch bis zum Frühling gedulden, ehe sie ihn wieder in Beschlag nehmen können.

Claudia Laube
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Der abgesperrte Spielplatz Seefeld in Spreitenbach. (Bild: 3. September 2020)
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Der abgesperrte Spielplatz Seefeld in Spreitenbach. (Bild: 3. September 2020)
Der abgesperrte Spielplatz Seefeld in Spreitenbach. (Bild: 3. September 2020)
Abgesperrter Spielplatz Seefeld in Spreitenbach

Der abgesperrte Spielplatz Seefeld in Spreitenbach. (Bild: 3. September 2020)

Severin Bigler

Seit zwei Monaten müssen die Kinder der Spreitenbacher Primarschule Seefeld in den Pausen auf die Geländerutsche, Klettertaue, Balancierbalken und Schaukeln verzichten. Aus Sicherheitsgründen wurde der 2007 für 120'000 Franken erstellte Spielplatz, der sich gleich beim Eingangsbereich befindet, mit einem rund zwei Meter hohen Gitter abgesperrt. «Es ist zu gefährlich, wenn er weiterhin genutzt würde», sagte der zuständige stellvertretende Bauverwalter André Wenzinger damals. Diverse Teile waren gerissen, das Holz an mehreren Stellen morsch geworden.

Die Schliessung kam früher als geplant: Anfang Jahr hatte die Gemeinde entschieden, den Spielplatz zu reparieren und den Fallschutz in diesem Winter zu ersetzen. Bereits die Gemeindeversammlung vom 27. November 2018 hatte einen Kredit über 260'000 Franken gesprochen, um den Spielplatz wieder instand zu setzen. In diesem Kredit vorgesehen war aber nur die Sanierung des Umgebungsbereichs, der Ersatz des Bodens sowie eine Reparatur diverser Geräte. Weil nun aber alle Geräte ersetzt werden müssen, sprach der Gemeinderat vor wenigen Tagen eine Aufstockung des Kredits um 62'000 Franken.

Diverse Teile des beliebten Spielplatzes beim Schulhaus Seefeld sind gerissen, und an einigen Stellen ist das Holz morsch.

Diverse Teile des beliebten Spielplatzes beim Schulhaus Seefeld sind gerissen, und an einigen Stellen ist das Holz morsch.

Severin Bigler

Damit sollen bei der Sanierung nun auch die Spielgeräte ersetzt werden können. Wenzinger ist froh, dass der Gemeinderat das Geld so schnell gesprochen hat: «So können wir den Spielplatz schon bald abreissen und mit einem neuen ersetzen.» Geplant sei, dass der neue im Frühling steht und ab dann auch wieder benutzt werden kann. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, kommt auf die Wetterbedingungen an: «Für die Installation des Fallschutzbelags darf es nicht zu kalt oder nass sein», so Wenzinger.

Der neue Spielplatz wird anders aussehen

Der Boden sei zwar schwierig im Einbau, dafür einfacher im Unterhalt. Dieser soll künftig für den ganzen Spielplatz unkomplizierter werden. «Es wird zwar etwas völlig anderes geben als bisher, doch der Spielwert bleibt der gleiche», erklärt Wenzinger. Der Spielplatz werde wieder in Holz erstellt, aber mit behandeltem. Ansonsten werde es gleich viele Beschäftigungsmöglichkeiten speziell für Primarschulkinder geben wie bisher.

Mit dem 2018 gesprochenen Geld wurde laut André Wenzinger bisher der Kiesbelag durch einen Verbundsteinbelag ersetzt. Zudem wurden weitere Instandstellungen der Umgebung vorgenommen. Der Einbau von sickerfähigen Verbundsteinen sei eine langfristige Lösung im Kampf gegen die «Seenlandschaft», die damals nur schon bei leichtem Regen rund um das Schulhaus entstanden sei, ist dem Kreditantrag von vor zwei Jahren zu entnehmen. Wortmeldungen zum Antrag gab es keine. Von 176 Anwesenden stimmten damals drei Personen gegen den Kredit.

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