Bis Weihnachten soll er fertig sein: der neue Steg über die Eisenbahnbrücke zwischen Baden und Wettingen. Statt wie bisher 1,7 Meter beträgt dann die Breite 2,5 Meter, wodurch sich Fussgänger und Velofahrer endlich kreuzen können. Auch das Geländer muss neu gemacht werden und wird künftig eine Höhe von 1,3 Meter haben. Eine Baustelle dieser Breite ist nicht ganz einfach, zumal sie sich in gut 30 Metern Höhe über der Limmat befindet. Für die Einsetzung des neuen Belags muss die Eisenbahnbrücke zwischen Baden und Wettingen für etwa 20 Nächte gesperrt werden. Dann werden nämlich jeweils die Platten für den neuen Veloweg verlegt. Zehn Quadratmeter gross sind die einzelnen Bauteile, 14 von ihnen wurden bereits eingesetzt. Für die Montage ist ein Gleiskran notwendig, deshalb können in dieser Zeit keine Züge die Limmat passieren.

Die Brücke ist der komplexeste, aber nicht der einzige Teil der Bauarbeiten. Neben dem Mittelstück müssen auf beiden Seiten die Zufahrtswege ausgebaut werden. «Auf Badener Seite ist dieser bereits zu 90 Prozent fertig», erklärt Markus Schneider, Badener Stadtrat, bei einem Augenschein auf der Baustelle. Auf der Westseite ist gar schon der Belag eingesetzt. Auf Wettinger Boden ist man noch nicht so weit. Dort werden auch die beiden Zugänge zur Schwimmbadstrasse neu gemacht.

Ende gut, alles gut?

Um ein Haar wäre der Fussgängersteg über die Limmat gar nicht verbreitert worden. Ein erstes Ausschreibungsverfahren für das Projekt musste abgebrochen werden, da die Offerten weit über den eingeplanten Kosten lagen. Eine Aufteilung auf das Mittelstück sowie die beiden Zufahrten, brachte nur kleine Einsparungen. Eine Million Zusatzkosten blieben, für die die Einwohnerräte beider Gemeinden Nachtragskredite sprechen mussten. In Baden stiess der Antrag im letzten März auf einige kritische Stimmen. Genehmigt wurden die Gelder dennoch, und plötzlich ging es schnell. Seit April ist die Brücke für Fussgänger gesperrt, die Bauarbeiten laufen bisher reibungslos. Der Wettinger Gemeinderat Markus Maibach bestätigt: «Wir liegen gut im Zeitrahmen und können nun auch die Kosten einhalten.» Immer noch unklar ist, ob die SBB noch einen Teil an das Projekt zahlen. Die Verhandlungen mit den Bundesbahnen laufen weiterhin.