Wettingen
Nachbar kritisiert Eingreifen der Polizei: Das war ein «Rambo-Einsatz»

Der Polizist, der in der Nacht auf Donnerstag mit seiner Dienstwaffe verletzt wurde, befindet sich noch immer im Spital. Der Nachbar, welcher versuchte den Streit zu schlichten, spricht von einem «Rambo-Einsatz».

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Joachim R. spricht von einem unnötigen «Rambo-Einsatz».

Joachim R. spricht von einem unnötigen «Rambo-Einsatz».

Screenshot Tele M1

«Ein Polizist hätte längst gereicht», sagt Joachim R., der den tragischen Polizeieinsatz im Mehrfamilienhaus in Wettingen hautnah mitverfolgen konnte, gegenüber «Tele M1».

Als der Hausbewohner R. die Geräusche aus der betroffenen Wohnung hörte, versuchte er sofort den Streit zwischen der 33-jährigen Frau und dem 26-jährigen Bewohner der Wohnung zu schlichten. Allerdings tauchen Polizisten immer mindestens zu zweit beim Tatort ein.

R. wurde von der Polizei in Handschellen abgeführt, völlig unverständlich für den Mann: «Sie dachten wohl, ich habe geschossen. Aber was will ich machen.»

Komplizierte Operation, aber ausser Lebensgefahr

Kurz nach Mitternacht kam es im Mehrfamilienhaus zu einem Handgemenge zwischen einer Frau und der Polizei, wobei sich aus der Dienstwaffe des einen Beamten plötzlich ein Schuss löste und diesen schwer verletzte.

Nach der Erstbetreuung vor Ort wurde der Verletzte ins Spital gebracht. Polizei-Sprecher Bernhard Graser spricht von einer komplizierten Operation, die nun auf den Verletzten zukommen werde. Der Polizist befindet sich noch immer im Spital, er befinde sich aber ausser Lebensgefahr.