Baden-Dättwil

Namhafte Mieter für den 45 Millionen Franken teuren Täfernhof 2

Von links: Timo Kipp, Beatrice Marienau (Inhaber der Nairinella AG) und Christian Brönnimann, Dectris AG, nach dem Spatenstich. -rr-

Von links: Timo Kipp, Beatrice Marienau (Inhaber der Nairinella AG) und Christian Brönnimann, Dectris AG, nach dem Spatenstich. -rr-

Die Dectris AG und der Software-Spezialist BSI werden im prestigeträchtigen Neubau der Nairinella AG in Dättwil einziehen. Am Spatenstich dabei waren die Inhaber: die beiden Enkel Timo Kipp und Beatrice Marienau des Multi-Milliardärs Karl-Heinz Kipp.

Immer noch boomt Baden in Dättwil, und zwar auf der «Eselsweid» im Gebiet Täfern. 200 Arbeitsplätze entstehen mit den beiden Neubauten Pneu Egger und Täfernhof 2, der sich optisch an den bestehenden Täfernhof 1 anlehnen wird. Das Gesamtvorhaben hat den beeindruckenden Investitionsumfang von 45 Millionen Franken. «Dahinter steckt viel Enthusiasmus und Zukunftsglauben», sagt Rolf Stephani, Verwaltungsrat der Nairinella AG, Namens der Bauherrin. Dahinter steckt kein Geringerer als der deutsche Multi-Milliardär und weltweit tätige Unternehmer Karl-Heinz Kipp, dessen Enkelkinder Timo Kipp und Beatrice Marienau eigens für den Spatenstich aus den USA anreisten.

Schon fast voll vermietet

Gleichzeitig ist auch das Rätsel um die Zukunft der mehrfach ausgezeichneten Badener Firma Dectris AG gelöst: Der an der Zürcherstrasse aus allen Nähten platzende Entwickler und Hersteller von Röntgenmessgeräten wird im Täfernhof 2 mit 70 Mitarbeitenden den neuen Produktions- und Firmensitz beziehen. Der Zweite im Bunde ist die BSI Business Systems Integration AG, die in Dättwil schon domiziliert ist. Der ebenfalls boomende Software-Spezialist schafft 100 Arbeitsplätze im Täfernhof 2.

Der mehrgeschossige Täfernhof 2 kommt auf die Südseite der bestehenden Liegenschaft Pneu Egger zu stehen. Erschlossen wird er für die Fahrzeuge über die bestehende Zufahrtsrampe des Täfernhofs 1. Der Haupteingang präsentiert sich zum Täfernweg gegen die Südseite, sodass die Eingangsfassade zusammen mit dem Täfernhof 1 ein spannendes Pendant ergeben wird. Die Fassade wird in zeitlosen Materialien wie Naturstein gestaltet.

Laut Architekt Walter Kohler habe man den Planungsprozess in gutem Einvernehmen mit der Ortsbildkommission abgewickelt. Dank der guten Vorbereitung sei auch keine einzige Einsprache eingegangen, sagt Kohler.

Die Pneu Egger AG, Mieterin des zweiten Gebäudes, erhält nördlich hinter dem Täfernhof 2 einen Neubau, der eine Metallfassade aufweist und äusserlich den Übergang zu den bestehenden Gebäuden bilden wird. Pneu Egger setzt damit weiter auf den Standort Dättwil.

Kinderwunschzentrum zieht ein

Rolf Stephani weiss auch über Veränderungen im Täfernhof 1 zu berichten. Im Gebäude stehen grössere Umbauarbeiten an, insbesondere für neue medizinische Nutzungen im zweiten Geschoss. Bereits im nächsten Jahr werde an diesem Ort das Kinderwunschzentrum vom nahen Kantonsspital herziehen. Das Ärztezentrum wird als Tagesoperationszentrum im Sinne eines Ambulatoriums erweitert. Stephani betont, dass es sich dabei keineswegs um eine Konkurrenz zum Kantonsspital Baden handle, sondern um eine Ergänzung, die sich aus der knappen Platzsituation am Spital selber so ergeben habe.

Zuerst etwas skeptisch gegenüber dem neuen Standort Dättwil war die Badener Apotheke Wyss. Sie Gebrüder Wyss wurden eines Besseren belehrt und vergrössern nun ihre Fläche. Die Tagungsflächen werden reduziert, im Atrium wolle man die karge Kantine in ein «nettes Restaurant» umwandeln, verrät Stephani.

Die parkähnliche Gestaltung vor den beiden Gebäuden Täfernhof 1 und 2, die durch einen Grüngürtel vom Wald her erreicht wird, soll einen attraktiven Aussenbereich schaffen. Die Parkierung ist vorwiegend unterirdisch. Für die geplanten Nutzungen sind laut Stephani genügend Parkplätze aber wichtig.

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