Spreitenbach

Neben dem McDonald's entsteht eine Siedlung für 35 Millionen

Bis 2016 entstehen neben dem McDonald's auf einer Fläche von 10'000 Quadratmetern 105 Eigentums- und Mietwohnungen.

Bis 2016 entstehen neben dem McDonald's auf einer Fläche von 10'000 Quadratmetern 105 Eigentums- und Mietwohnungen.

Der Grundstein für 105 neue Wohnungen im Spreitenbacher Sternenfeld ist gelegt. Die dreistöckigen Minergie-Gebäude sollen im Frühling 2016 bezogen werden können. Es handelt sich um das erste grosse Bauprojekt seit 15 Jahren in der Gemeinde.

Die Einwohnerzahl Spreitenbachs hat sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Über 11 000 Menschen leben heute in der achtgrössten Gemeinde des Kantons. Das Wachstum stagnierte zuletzt beinahe, denn die Situation bei der Suche nach einem Heim gleicht jener in der Stadt Zürich – es fehlt an Wohnungen.

Nun naht Abhilfe: das Sternenfeld zwischen Land- und Brüelstrasse. Auf 10 000 Quadratmetern bauen Implenia AG und die Vorsorgestiftung Profond in den nächsten anderthalb Jahren fünf Minergie-Häuser mit 105 Wohnungen. Gestern wurde der Grundstein für das 35-Millionen-Bauprojekt gelegt, eines der grössten seit der Jahrtausendwende. Mit dabei war auch Gemeindeammann Valentin Schmid, für den gelernten Elektromonteur war die Grundsteinlegung eine Premiere. In die Schatulle legte er ein Buch über die bald 900-jährige Dorfgeschichte. Es solle bei Ausgrabungen in ferner Zukunft Einblick in die grossen Veränderungen der Gemeinde geben.

Die dreistöckigen Gebäude mit Attika sollen im Frühjahr 2016 bezugsfertig sein. In drei freistehende Häuser an der Brüelstrasse wird es 36 Eigentumswohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern geben, die grossteils schon verkauft sind. Die 69 Mietwohnungen mit Adresse Grabäckerstrasse sind zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer gross. Sie sollen Anfang 2015 im mittleren Preissegment auf den Markt kommen. Sie werden sich hauptsächlich in einem L-förmigen Bau befinden, der das Areal zur Landstrasse abschliesst. Die Einfahrt zur gemeinsamen Tiefgarage wird sich an der Grabäckerstrasse befinden. Ansonsten wird das «Sternenfeld» in alle Richtungen offen sein und ist als grosszügige Parklandschaft geplant.

Das letzte grössere Wohnbauprojekt sei 15 Jahre her, sagt Schmid. «Die Überbauung wird die grosse Wohnungsknappheit lindern.» Gleiches gelte für das kürzlich fertiggestellte Wohn- und Gewerbegebäude vis-à-vis an der Landstrasse mit 60 modernen Wohnungen. Es breche auch mit der alten Philosophie, dass nördlich der Landstrasse gearbeitet, südlich gewohnt werde. Dem Gemeindeammann ist zudem wichtig, dass ein breites Spektrum an Wohnräumen geschaffen wird, «sodass auch die Jungen in Spreitenbach bleiben können».

Schmid ist zuversichtlich: Acht Gestaltungspläne, zwei Planungszonen und mehrere Baugesuche seien derzeit pendent. «In der Hälfte von Spreitenbach wird also geplant oder gebaut.» So sind weiter östlich, zwischen Shoppi und Ikea 400 Wohnung in zwei Hochhäusern geplant, gegen welche aber noch eine Einsprache hängig ist. Infrastrukturell bedeuten die Bauprojekte für die Gemeinde keinen grossen Aufwand: «Es ist vor allem eine innere Verdichtung.» Einzig auf den Schulraum gelte es ein achtsames Auge zu halten. «Dank des 26-Millionen-Ausbaus des Schulhauses Hasel sind wir vorerst aber gut gewappnet.»

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