Baden

«Nehmen Sie Platz!»: Bei diesem Thermalbad kriegt keiner kalte Füsse

Sie testen das Fussbad: Andreas Müller (Bauverwalter Ennetbaden), Anton Laube (Gemeindeschreiber Ennetbaden), Werner Eglin (Eigentümer Limmathof), Thomas Lütolf ( Standortmarketing) und Federico Hürsch (Vorsitzender Geschäftsleitung Raiffeisenbank Lägern-Baregg).Emanuel Freudiger

Sie testen das Fussbad: Andreas Müller (Bauverwalter Ennetbaden), Anton Laube (Gemeindeschreiber Ennetbaden), Werner Eglin (Eigentümer Limmathof), Thomas Lütolf ( Standortmarketing) und Federico Hürsch (Vorsitzender Geschäftsleitung Raiffeisenbank Lägern-Baregg).Emanuel Freudiger

Sie marschieren durch die Stadt und wollen kurz Ihre Füsse erfrischen? Das ist in Baden ab sofort kein Problem mehr: Ein warmes Fussbad im Bäderquartier soll die Wartezeit aufs Botta-Bad verkürzen.

Auch im tiefsten Winter trotz Schnee die Schuhe und Socken ausziehen und sich gemütlich auf eine Bank setzen – in Baden ist das kein Problem mehr.

Am Dienstag wurde eine Thermalbank eingeweiht, ein Fussbad mit warmem Wasser. Das acht Meter lange Becken an der Limmatpromenade beim Inhalatorium ist öffentlich und zu jeder Zeit kostenlos nutzbar.

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Projekt komplizierter als gedacht

Die Realisierung des Fussbadprojektes war komplizierter als anfangs angenommen: So war das Reservoir unterhalb des Inhalatoriums ausgetrocknet.

Dieses sollte das Fussbad mit frischem Thermalwasser versorgen. Doch die Leitung zum Inhalatorium wurde vor über 20 Jahren gekappt.

Also musste die unterirdische Holzstammleitung von der Quelle «Heisser Stein» erneuert werden, was im Projekt nicht geplant war.

Die budgetierten Gesamtkosten von 25 000 Franken wurden um rund 4000 Franken überschritten. Das Projekt wurde von der Raiffeisenbank Lägern-Baregg mitfinanziert.

Die Eröffnung verspätete sich wegen der Wasserleitungsproblematik um ein halbes Jahr.

«Nehmen Sie Platz, geniessen Sie den prächtigen Ausblick auf die Limmat und tun Sie Ihren Füssen etwas Gutes», schlug Thomas Lütolf vor, Leiter des Standortmarketings.

Das Fussbad ist eine temporäre Einrichtung: «Wir führen den Passanten mit dem Fussbad die Badekultur der Stadt Baden wieder vor Augen», sagte Lütolf in seiner Rede.

Die Einrichtung überbrücke die Wartezeit auf das neue Botta-Bad im Bäderquartier, das im Herbst 2015 fertiggestellt sein soll.

Der «Heisse Stein» ist eine von 18 Mineralquellen in Baden und Ennetbaden. Insgesamt fliessen 900 000 Liter natürliches Thermalwasser täglich in die Limmat. «Wir können ohne Pumpe Gebrauch vom Thermalwasser machen», sagt Lütolf.

Mit Absicht schlicht gehalten

Da das Fussbad nur für zwei Jahre geplant ist, wurde es absichtlich schlicht gehalten. Mit einer festgeschraubten Sitzbank und einer Wanne aus Chromstahlblech ist das Grundgerüst robust.

Gereinigt wird das Fussbad rund zweimal pro Woche. Da das Wasser ständig fliesst, kühlt es sich auch bei tiefen Temperaturen nicht ab.

Das Thermalbad musste wegen des geplanten Neubaus Ende Juni 2012 geschlossen werden. Das öffentliche Bad war fast 50 Jahre alt.

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