Baden

Neubau des Schuhgeschäfts Ja, aber Rutschbahn soll bleiben

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Die Dosenbach-Ochsner AG plant an der Badstrasse 36 einen Neubau. Die beliebte und abenteuerliche Rutschbahn muss aber unbedingt auch im neuen Schuhgeschäft einen Platz finden, sind sich Kunden und auch das Unternehmen einig.

Für Kinder und Generationen von mittlerweile erwachsenen Personen ist das Schuhaus Ochsner der Inbegriff des Schuhkaufens. Nicht etwa wegen der tollen Schuhe, sondern wegen der abenteuerlichen Rutschbahn, die vom Erd- ins erste Untergeschoss führt. Sie ist heute noch der grosse Renner.

Abriss und Neubau unausweichlich

Und die Kinder dürfen Hoffnung schöpfen: «Wir sind uns bewusst, dass die Rutschbahn, die vom EG ins UG reicht, eine lange Tradition hat. Die Planer haben daher den Auftrag erhalten, diese Attraktion im neuen Projekt wieder einzubauen», sagt Steve Schennach, Pressesprecher der Dosenbach-Ochnser AG. Und mit Emanuel Schoop hat die Eigentümerin einen Architekten beauftragt, der mit Badener Altliegenschaften Erfahrungen hat und – als einstiger Rutschbahnfahrer – ohnehin sensibel vorgehen wird. In den Plänen des auf 3,2 Millionen Franken veranschlagten Neubaus ist die Rutschbahn als Option aufgeführt.

Die Dosenbach-Ochsner AG, die zur deutschen Schuhverkaufs-Gruppe Deichmann gehört, plant ihre Liegenschaft an der Badstrasse 36 durch einen Neubau zu ersetzen. «Eine Renovation wäre kaum realisierbar», schildert der beauftragte Architekt Emanuel Schoop die Situation. Das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erstellte und um 1900 restaurierte Haus weist grosse strukturelle Mängel aus. Der Laden im Erdgeschoss befindet sich auf zwei Ebenen. Das hölzerne Treppenhaus ist als Fluchtkorridor zu schmal, und einen Lift gibt es nicht. Die Brandschutzvorschriften könnten laut Architekt auch mit einer Totalrenovation kaum erreicht werden.

Formensprache von gegenüber

Das neue 16 Meter hohe Gebäude wird fünf Etagen und zwei Untergeschosse ausweisen. «Die Dosenbach-Ochsner AG plant im neuen Gebäude wiederum ein Schuhgeschäft, das neu allerdings auf drei Geschossen geplant ist», sagt Schennach. Die Ladenfläche wird damit rund 430 Quadratmeter betragen. Im dritten Obergeschoss und im Dachgeschoss sind 3,5-Zimmerwohnungen vorgesehen, womit der Wohnanteil mit 40 Prozent der Gesamtfläche erfüllt wird. Die obere Wohnung erhält direkten Zugang zur grossen Zinne, diejenige im dritten Geschoss verfügt über eine Loggia mit Erker.

Städtebaulich werde der Neubau sorgfältig eingepasst, erklärt Schoop. Der durchgehende Sockel wird das Erdgeschoss mit den beiden Nachbarbeuten verbinden. Ab erstem Obergeschoss wird die isolierte Querstellung des heutigen Hauses übernommen. Das Dachgeschoss soll als typisches Mansarddach ausgebildet werden und die Formensprache der gegenüberliegenden Gebäude übernehmen. Der Neubau wird ein zusätzliches Untergeschoss erhalten, das von der Ölrainstrasse her zugänglich sein wird.

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