Baden
Neue Feuerstelle für Familien – und in der Nähe lockt eine spektakuläre Aussicht

Der Rotary Club Baden-Heitersberg verhilft der Stadt zur ersten «Schweizer-Familie»-Feuerstelle.

Martin Ruipf
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Ideal für Familien: die Feuerstelle im Österliwald unweit des Chänzeli.

Ideal für Familien: die Feuerstelle im Österliwald unweit des Chänzeli.

Rund 500 Feuerstellen des Magazins «Schweizer Familie» gibt es in der Schweiz. Seit letzter Woche steht eine davon in Baden. Die attraktiv gelegene Feuerstelle befindet sich im Österliwald, unweit des Chänzeli Martinsberg. Zwar befand sich dort schon seit Jahren eine Feuerstelle. Doch dank des Einsatzes des Rotary Clubs Baden-Rohrdorferberg ist diese nun aufgewertet worden.

Stadtoberförster Georg Schoop ist überzeugt, dass die neue Feuerstelle nicht nur mehr Besucher anlocken wird, weil sie jetzt im Feuerstellen-Führer der «Schweizer Familie» figuriert. «Dank des erstellten Steingrills mit integriertem Rost und neu geschaffenen Sitzgelegenheiten ist die Feuerstelle deutlich komfortabler geworden als früher.»

Doch die Rotarier haben die Feuerstelle nicht nur ausgebaut, sondern werden auch künftig für deren Unterhalt zuständig sein.

Schon bei Badegästen beliebt

Die Feuerstelle liegt am Geopfad und an der Chänzeli-Tour. Die Chänzeli-Tour zeichnet sich durch spektakuläre Aussichten auf Stadt und Region der Limmat aus. Aus diesem Grund hat die Stadt Baden auch eine Infotafel anbringen lassen (siehe Foto). Auf der Tafel ist unter anderem festgehalten, «dass während der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die sogenannte Chänzeli-Tour von Gästen begangen wurde, die sich in den Bädern der Stadt einer Kur im Thermalwasser unterzogen».

Zu den Badekuren seien nach und nach weitere Behandlungsformen wie ausgedehnte Spaziergänge hinzugekommen, die «Terrain-Kuren». Und weiter: «Die Anstrengungen der Kurgäste an der frischen Luft inmitten einer vielfältigen Natur hatten die Stärkung von Herz, Kreislauf und Muskulatur zum Ziel. Belohnt wurden sie mit schöner Aussicht: Vom Chänzeli Martinsberg aus öffnet sich der Blick auf Baden Nord, Ennetbaden und den Lägernhang.»

Die Infotafel enthält aber auch Wissenswertes zur Umgebung: So führte der Weg zum Chänzeli vor 130 Jahren durch einen hellen Wald mit wenigen dicken und vielen jungen Bäumen, die regelmässig als Brennholz genutzt wurden. «Der Wald bestand vor allem aus Buchen und Eichen. Die Buchen rund um diese Feuerstelle waren damals noch junge Keimlinge.»

Buchen können in der Schweiz etwa 200 bis 250 Jahre alt werden sowie eine Höhe von 45 Metern und 2 Meter Stammdurchmesser erreichen. «Hier im Österliwald, einem der schönsten Buchenwälder der Region, sind die ältesten Buchen ungefähr 190 Jahre alt», heisst es auf der Tafel.

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