Kreisel-Projekt
Neue Idee: Die Autos sollen in Baden unter die Erde

Der Badener Einwohnerrat hat vor gut zwei Wochen das Projekt zur Neugestaltung des Schulhausplatzes genehmigt. Dieser Plan gefällt nicht allen - ganz im Gegenteil. Ein Einwohner schlägt nur einen unterirdischen Kreisel vor.

Pirmin Kramer
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Schulhausplatz Baden

Schulhausplatz Baden

AZ

«Das Projekt, das jetzt vors Volk kommt, überzeugt nicht wirklich», sagt Silvan Wegmann. An diversen Stammtischgesprächen hat er das Thema Schulhausplatz immer wieder diskutiert. Nun hat er eine Skizze (rechts) gezeichnet mit den Ideen, die bei diesen Gesprächen entstanden sind. Wegmann arbeitet als Karikaturist, seine Meinung zum Schulhausplatz und seine Skizze sind jedoch ernst gemeint. «Es ist absolut unverständlich, dass die Fussgänger in den Boden geschickt werden, während die Autos an der frischen Luft fahren dürfen», sagt er zum Neugestaltungsprojekt, über das in Baden im November abgestimmt werden wird.

Alternative Schulhausplatz-Idee: Unterirdischer Kreisel.

Alternative Schulhausplatz-Idee: Unterirdischer Kreisel.

Aargauer Zeitung

Unterirdischer Kreisel

«Man könnte den Verkehr doch in einem unterirdischen Kreisel rund um das Bezirksgebäude führen», sagt Wegmann. Die Idee sei nicht so utopisch, wie sie töne: «In Frauenfeld gibt es bereits einen solchen unterirdischen Kreisel.» Der Zugang zum Kreisel in Baden, so die Idee, würde durch ein Lichtsignal geregelt. «Gleichzeitig könnten Fussgänger, Busse und Velofahrer oben auf dem heutigen Schulhausplatz durchgeführt werden», sagt Wegmann.

Der Vorschlag wäre dem Projekt, dem der Einwohnerrat grünes Licht gegeben hat, insofern ähnlich, als beim Schulhausplatz ebenfalls zwei Ebenen geschaffen würden. Doch diese zwei Ebenen würden vertauscht. «Die Autos gehören unter die Erde, die Fussgänger nach oben.» Damit weniger Verkehr aufs Mal in die Stadt gelangt, müsste man die Pförtneranlagen bei den Stadteinfahrten ausbauen, sagt Wegmann. «Denkbar wäre auch eine Mautgebühr für nicht-einheimische Autofahrer.» Ausserdem müsste das Ländli-Parkhaus verkleinert werden, da der Nordteil für den Kreisel verwendet wird, so Wegmann: «Ersetzen könnte man diese Parkplätze mit einem Park&Ride bei der Ausfahrt Neuenhof unter der Autobahnbrücke sowie unter den A1-Brücken in Dättwil.»

Begegnungszone Schulhausplatz

Der Vorteil von Wegmanns Idee: «Auf dem Schulhausplatz entstünde eine grosszügige Begegnungszone. Der Verkehr und der Lärm wären im Boden. Ausserdem käme der Eisenbahntunnel nicht in die Quere.» Auf der Skizze fehlten viele Details, gibt Wegmann zu. «Aber ich denke, dass man die Idee möglicherweise umsetzen könnte. Die Stadt bekäme einen Platz mitten in der City für die Öffentlichkeit.» Wahrscheinlich erscheine die Idee zu spät, als dass sie jetzt noch umgesetzt werden könnte, sagt Wegmann. «Der Vorschlag soll aber zeigen, welche Lösungen auch noch möglich gewesen wären.»

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