Baden

Neue Karten, neues Glück: Grand Casino buhlt intensiv um Casino in Vaduz

Mitte Juli könne Konkreteres gesagt werden, stellt Detlef Brose in Aussicht. (Archiv)

Mitte Juli könne Konkreteres gesagt werden, stellt Detlef Brose in Aussicht. (Archiv)

Das Rennen um ein Zürcher Casino hat das Grand Casino Baden verloren. Doch erfolgreichste Schweizer Spielbank hat noch ein weiteres heisses Eisen im Feuer, und zwar in Vaduz.

Nachdem auch im Fürstentum Liechtenstein das Spielverbot aufgehoben worden ist, interessieren sich mehrere Casinogesellschaften für den lukrativen Standort. Lukrativ nicht zuletzt darum, weil die Spielbankenabgabe im Liechtensteinischen etwa halb so gross ist wie in der Schweiz.

Detlef Brose, CEO des Grand Casino Baden, bestätigt, dass er mit dem Unternehmer Wolfgang Egger, Initiant des Casino-Projektes «Vaduzerhof» Gespräche über Betrieb und Beteiligung führe. Diese dürften in der Zwischenzeit intensiver geworden sein, denn laut dem Liechtensteiner «Volksblatt» ist Casino Austria als Mitbewerber beim Projekt «Vaduzerhof» eben ausgestiegen. Mitte Juli könne Konkreteres gesagt werden, stellt Brose in Aussicht.

Es gibt aber noch ein zweites Casino-Projekt in Vaduz. Zusammen mit der Novomatic AG und der Grand Resort Bad Ragaz AG, die in Bad Ragaz ein Casino bereits eine Spielbank betreibt, plant die Casino Admiral AG ein Casino. Beide Projekte sollen zusammen mit einem Hotel erstellt werden, wobei der «Vaduzerhof» mit 100 Hotelzimmern gegenüber 14 im Admiral-Projekt klar grösser ist und der angeschlagenen Liechtensteiner Metropole mehr Arbeitsplätze bringen würde.

Die Regierung will im Laufe dieses Jahres noch die Konzession vergeben. Eine Vaduzer Spielbank wird die Casino-Dichte im Raum Bodensee weiter verdichten, was die dortigen Casinos zu spüren bekommen dürften. (-rr-)

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