«Der Gemeinderat beabsichtigt, das künftige Energieleitbild bei allen gemeindeeigenen Bauten einzuhalten», schreibt dieser in seiner Vorlage an den Einwohnerrat. Und in diesem Energieleitbild, das zuerst noch ausgearbeitet werden muss, will der Gemeinderat ökologische Massnahmen fixieren (siehe Kasten).

Vorerst soll das Gemeindeparlament die im Antrag skizzierten Anliegen absegnen. «An der nächsten Einwohnerratssitzung soll die Energie ein Schwergewicht sein», sagt Kuster. Deshalb sind auf der Traktandenliste auch mehrere Vorstösse von Ratsmitgliedern enthalten. «Zuerst werden wir die Vorstösse behandeln und danach den Antrag zum Energieleitbild», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. «So kann der Rat entscheiden, wie die Anliegen ins Energieleitbild einfliessen sollen.»

Bei der Mobilität stützt sich der Gemeinderat auf das kommunale Verkehrskonzept ab. Darin ist die Förderung des Langsamverkehrs und des öffentlichen Verkehrs festgehalten. Dies will der Gemeinderat mit einem attraktiven Rad- und Fusswegnetz und entsprechenden Verkehrsschildern erreichen. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung wird erwartet, dass sie sich «ressourcenschonend» bewegen.

Lieber Massnahmen realisieren

Kein Thema ist das Label Energiestadt für die Gemeinde Wettingen. «Wir verzichten vorderhand darauf, schaffen mit unserer Energiepolitik aber die notwendigen Voraussetzungen», sagt Kuster.

Der Gemeinderat befürworte einen pragmatischen Ansatz mit klaren Beispielen. Das Label würde seiner Ansicht nach einigen administrativen Aufwand bringen, Zeit, die der Gemeinderates lieber in die Realisierung von Massnahmen investiert will.

Einwohnerratssitzung: Donnerstag, 15. März, 19 Uhr, Rathaussaal.