Neuenhof
Sozialhilfe-Ausgaben sinken auf 10-Jahres-Tief – die Gründe sind unklar

Neuenhofs Nettokosten für die Sozialhilfe betragen im Rechnungsjahr 2020 weniger als eine Million Franken.

Philipp Zimmermann
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Die Zürcherstrasse in Neuenhof.

Die Zürcherstrasse in Neuenhof.

Bild: Alex Spichale

Seit 2012 hat die Gemeinde Neuenhof stets über eine Million Franken für die Sozialhilfe aufgewendet. Das hat sich im vergangenen Rechnungsjahr geändert. Die Nettokosten für 2020 betragen erstmals seit zehn Jahren wieder weniger als eine Million Franken, wie der Gemeinderat im Traktandenbericht für die kommende Gemeindeversammlung vom 21. Juni schreibt.

Die Gemeinde hat im vergangenen Jahr fast ein Drittel weniger Sozialhilfeleistungen ausgezahlt als im Vorjahr. Diese «historisch tiefen Sozialhilfeaufwendungen sind auf einen markanten Rückgang der Anzahl Sozialhilfebezüger zurückzuführen. Bei den Nettokosten enthalten sind Rückerstattungen von ehemaligen Bezügern an die Gemeinde.

Gründe für Rückgang unklar

Wie lässt sich der Rückgang der Sozialhilfebezüger erklären? «Die Grunde sind grösstenteils unbekannt», sagt Gemeindeammann Martin Uebelhart auf Anfrage. «Aber die Entwicklung in Neuenhof entspricht der in den umliegenden Gemeinden wie Wettingen und Spreitenbach.

Neuenhof hat in den vergangenen zehn Jahren einen stetigen Rückgang an Sozialhilfebezügern zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es noch 161. Die Zahl fiel fast von Jahr zu Jahr. Ende 2019 lag sie bei 85, Ende 2020 nur leicht höher bei 90. Das Jahr 2019 war aber jenes mit den höchsten Sozialhilfeleistungen: 1,29 Millionen Franken.

In Spreitenbach wurden zwei Gründe für die deutlich tieferen Sozialhilfekosten genannt: die kritischere und genauere Bearbeitung der Dossiers und weniger Fälle.