Für Gemeindeammann Susanne Schläpfer, die ihre erste «Gmeind» leitete, war es ein eher ruhiger Abend. Auch die 12 Einbürgerungsgesuche (mit 18 Personen) kamen diesmal schlank durch. Schläpfer orientierte Eingangs über den Stand der Dinge in Sachen Strategie vorwärts. Der Prozess beim Standortmarketing, bei der Revision der Bau- und Nutzungsordnung und bei den Schulbauten laufe plangemäss.

Der Gemeinderat habe entschieden, von einer Eigenfinanzierung eines Projektes im Entwicklungsgebiet Härdli abzusehen, weil das Risiko zu hoch sei. Nach wie vor wird in Neuenhof verschiedenenorts tüchtig gebaut, was sich auch im Geschäftsbericht in einer erneuten Zunahme der Bevölkerungszahl zeigt. Das Baugesuch für das neue Hotel Mirage werde demnächst zur Auflage gelangen. Der Budgetprozess mit dem gleichbleibenden Steuerfuss von 98 Prozent laufe gut, berichtete Schläpfer.

Neuenhof braucht das Wasser

Gemeinderat Daniel Schibli - er wird per Ende Jahr zurücktreten - stellte das Projekt des Grundwasserpumpwerkes Tägerhardwald vor. Auf Würenloser Boden planen Wettingen, Würenlos und Neuenhof gemeinsam dieses Projekt zu realisieren. Nach dem Stimmvolk in Wettingen und der Gmeind in Würenlos nahm auch Neuenhof den Kredit von 4,195 Millionen Franken an. Man sagte dann auch konsequent Ja zu den erhöhten Wasserpreisen, die nun ab Oktober 2012 doch um das rund 3,5-fache höher liegen werden als jetzt.

Die erfreuliche Rechnung, die dank dem Landverkauf im «Quer» um 5,27 Millionen Franken mehr Einnahmen und aufgrund der Belastung von Sozialhilfe und Elternschaftshilfe mit 921'153 Franken mehr Aufwendungen ausweist, schliesst um 4,437 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Der Ertragsüberschuss konnte ins Eigenkapital eingelegt werden, das damit über 7,2 Millionen Franken beträgt, während dem die Schulden von 11 auf knapp über 9 Millionen Franken reduziert werden konnten.