Badener Neujahrsapéro

Neuer Stadtammann: «Wir sind im ersten Halbjahr extrem gefordert»

Markus Schneider hat am Neujahrsapéro seine erste Ansprache als Stadtammann von Baden gehalten. Seine wichtigsten Aussagen im Wortlaut.

Die Aufmerksamkeit war Markus Schneider gewiss, als er am Mittwochabend in der Halle 37 im Badener Trafo ans Rednerpult trat und die Neujahrsansprache hielt. Denn es handelte sich um seinen ersten öffentlichen Auftritt als Badener Stadtammann, wobei er sich so präsentierte, wie ihn in die Badenerinnen und Badener in den vergangenen Jahren als Stadtrat sowie letzten Herbst im Wahlkampf kennengelernt hatten: Sein Auftritt war geprägt von Sachlichkeit und Seriosität. Er zweiteilte seine achtminütige Ansprache, sprach erst über das vergangene Jahr, ehe er die Herausforderungen im 2018 beim Namen nannte. Die wichtigsten Aussagen des neuen Stadtammanns im Wortlaut:

Erfolge im 2017: «Es war ein Jahr mit verschiedenen Entscheiden, die für die Entwicklung der Stadt sehr wichtig waren. Der Kredit für das Sekundarstufenzentrum wurde vom Volk im Herbst mit sehr deutlicher Mehrheit angenommen. Wir im Stadtrat sind stolz, weil uns das Vertrauen geschenkt wurde, dass wir mit dieser hohen Investition das richtige für die Weiterentwicklung des Bildungsstandortes machen.»

Thermalbad: «Wir durften das Gütesiegel Wellness-Destination von Schweiz Tourismus entgegennehmen. Das erwähne ich, weil es nicht selbstverständlich ist, dass eine Stadt dieses Label haben darf, obwohl sie seit Jahren darauf wartet, dass es im Bäderquartier weitergeht. Ich freue mich auf den Moment, wenn wir ein neues Thermalbad, ein Ärztehaus und eine Rehabilitationsklinik haben werden, damit wir auch wirklich wieder eine Wellnessdestination sind.»

Badenfahrt: «Man hat die Lebensfreude wieder gespürt. Es war ein grossartiges Fest, das Baden extrem guttat. Man spürte einen Ruck, der durch die Stadt ging. Hoffentlich müssen wir nicht zehn Jahre bis zum nächsten Fest warten.»

Herausforderungen: Bis in einem halben Jahr müssen wir ein Budget mit einem Steuerfuss von 92 Prozent und 1,5 Millionen Franken weniger Ausgaben erarbeiten. Diese Aufgabe erteilte uns der Einwohnerrat. Davon kann man sich erdrücken lassen, oder man kann die Chancen wahrnehmen. Ich bin überzeugt, dass sich viele Chancen bieten. Der Stadtrat kann als Team arbeiten und Vertrauen gewinnen. Das Budget wird uns im ersten Halbjahr extrem fordern. Wir müssen mit unseren Ausgaben haushälterisch umgehen. Der Fokus muss aber, trotz allem Finanzdruck, immer so gelegt werden, dass sich die Stadt so weiterentwickeln kann, dass wir einen Return on Investment haben.»


Auffällig: Die Trafohalle 37 war sehr gut gefüllt. Sepp Bürge, Badener Stadtammann von 1985 bis 2006, stellte erfreut fest: «So viele Leute wie heute habe ich noch nie an einem Neujahrsapéro gesehen.» Ein Prominenter liess sich entschuldigen: Stadtrat Erich Obrist weilte in den Ferien.

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