Versteckt hinter einem Sichtschutz an der Oberrohrdorferstrasse befindet sich eine riesige Baugrube. Im Herbst 2016 wird dort die Audi Garage Baden eröffnet, die mit 8000 Quadratmetern beinah so gross ist wie ein Fussballfeld.

25 Millionen kostet der Bau, der über knapp 200 Autoabstellplätze verfügen wird. Gestern trafen sich dort 30 Personen – darunter Regierungsrat Stephan Attiger, Amag-CEO Morten Hannesbo, Amag VR-Präsident Martin Haefner sowie Gemeindeammann Silvio Caneri –, um den Grundstein zu legen.

«Wir kämpfen dafür, dass die Hauptachsen ausgebaut werden»: Verkehrsminister Stephan Attiger referierte über Verkehr und Umwelt.

«Wir kämpfen dafür, dass die Hauptachsen ausgebaut werden»: Verkehrsminister Stephan Attiger referierte über Verkehr und Umwelt.

«Zum Glück bei gutem Wetter», meinte ein Teilnehmer, «sonst müssten wir jetzt mit unseren schönen Lederschuhen durch Dreck stampfen». Denn in der Baugrube selber befand sich ein Loch, in dem der Grundstein in Form eines Kupferwürfels versenkt werden sollte.

Aargau vor Zürich

Bevor dies geschah, wurden die Baupläne, ein Modellauto, ein Foto der ehemaligen Wiese sowie ein Exemplar der Aargauer Zeitung in die Kupferbox gelegt. Die az musste als Symbol für die Region Baden hinhalten, weil das Badener Tagblatt aufgrund eines Druckproblems nicht in den Briefkästen gelandet war.

Zürich sei nämlich nicht der Mittelpunkt der Schweiz. «Der Aargau ist viel besser gelegen.» Hannesbo fügte an: «Der Aargau ist für die Amag sehr wichtig. Einerseits, weil der grösste Teil des Imports hier zu Hause ist, andererseits ist die Amag auch mit eigenen Garagenbetrieben im Aargau präsent.»

Regierungsrat Stephan Attiger machte deutlich, dass Baden die wirtschaftsstärkste Region des Kantons ist und bedankte sich bei der Amag für das Bekenntnis. «Die Amag ist eine Aargauer Urfirma, die 5500 Personen in der Schweiz beschäftigt und 700 Lernende ausbildet. Im Aargau arbeiten 580 Personen bei der Amag», betonte Attiger.

Dass jetzt mit dem Audi Center in Fislisbach weitere 25 Stellen geschaffen werden, darunter vier Lernende, darüber freute sich auch Gemeindeammann Silvio Caneri. Und: «Eine gute Nachricht ist weiter, dass jetzt nebst der Amag auch die Firma Wettstein baut.»

Auf dem Areal, das vor 12 Jahren in eine Gewerbezone umgezont wurde, entsteht jetzt ein Werkhof. «Uns stört einzig, dass die Firma Auto Center Amag Baden heissen soll, schliesslich sind wir in Fislisbach», scherzte Caneri.

Aus diesem Grund wolle die Gemeinde der Amag eine Fislisbacher Fahne schenken – eine Idee, die bei der Chefetage der Amag gut ankam.

Für das in Wettingen gelegene Autocenter Baschnagel ist das Audi Center Baden keine Konkurrenz. Grund: Nach 49 Jahren, in denen Baschnagel den Audi-Handel und Audi-Service in der Region Baden-Wettingen betreute, gab die Firma den Handelsvertrag 2014 ab um sich der dominierenden Marke VW zu widmen.