Baden
Neues Musikfestival lockte viele Besucher an

Das neue Musikfestival «One of a Million» feierte seine Taufe. Das Festival, welches zum Ziel hatte, Musikliebhabern ein besonderes Wochenende zu bieten, wurde seinem Credo gerecht.

Sandra Ardizzoneund Philippe Neidhart
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Der Sänger der isländischen Band Beni Hemm Hemm war ebenfalls «One of a Million». Sandra Ardizzone
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One of a Million - Musikfestival in Baden

Der Sänger der isländischen Band Beni Hemm Hemm war ebenfalls «One of a Million». Sandra Ardizzone

Es war eine würdige Premiere, diejenige des ersten «One of a Million» in Baden. Während zweier Tage wechselten zwar die Künstler auf den Bühnen im Nordportal und im nebenan gelegenen Fjord im Stundentakt – die musikalische Qualität war aber immer gegeben.

«Es ist wunderbar, was dieses Wochenende stattgefunden hat», sagt Nik Fischer, Organisator des Musik-Festivals. Er hat gemeinsam mit sieben Freunden des «Vereins herbert.» während Monaten unermüdlich am Projekt «One of a Million» gearbeitet. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Am Freitagabend eröffnete der britische Singer-Songwriter Gus McGregor das Festival mit seiner gefühlvollen Stimme und Musik, die einen warm ums Herz werden liess, und setzte damit den Grundstein für ein Wochenende voller magischer Momente.

Programmänderung – kein Problem

Dass das Fjord schon beim ersten Konzert gut gefüllt war, zeigte einmal mehr, dass das Konzept der Organisatoren auf Anklang stiess: Die Leute sollten nicht wegen der Bands, sondern wegen ihrer Liebe zur Musik den Weg nach Baden finden. So konnten die meisten Besucher auch darüber hinwegsehen, dass das Konzert der Band Murder aus Dänemark spontan abgesagt und durch dasjenige von Gus McGregor ersetzt wurde. «Wir wollten dem Publikum eine gleichwertige Band bieten, nachdem Murder ihre Tournee abgesagt hatten, und wir waren sehr froh, dass Gus McGregor einspringen konnte», erklärt Fischer.

So ruhig, wie der Freitag angefangen hatte, blieb er jedoch nicht lange. Spätestens beim Konzert der Amerikaner «Oh No Oh My» konnte niemand mehr stillstehen – das Publikum tanzte ausgelassen. Nik Fischer zeigt sich begeistert: «Es herrscht eine super Stimmung, die Leute haben Spass und wir haben Unmengen an positivem Feedback vom Publikum und von den Bands erhalten. Das freut uns.»

Party im und mit dem Publikum

Der Samstag startete für viele Gäste mit den Strassenkonzerten in Baden. Bands spielten in der Badstrasse und auf dem Bahnhofplatz und läuteten so den zweiten Festivaltag ein. Die Headliner «Noah and the Whale» spielten in ihren Anzügen charttaugliche Musik, während die Elektro-Band Elektrisk Gonner eine Party steigen liessen. Eingeleitet von einer Elvis-Kopie, tanzten und hüpften die Musiker auf der Bühne und gegen Ende des Abends auch im Publikum.

Nach dem Festival zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. «Ich bin sehr, sehr müde, aber auch glücklich», sagt Fischer. Im nächsten Jahr würde er nichts anders machen: «Alle haben am selben Strick gezogen, jeder konnte sich entfalten. Natürlich kann man immer etwas verbessern, aber das Festival war professionell organisiert, so soll es bleiben.»