Es ist die letzte Baulandreserve der Gemeinde Wohlenschwil in dieser Grösse: das Gebiet Grossfeld/Nüeltsche am westlichen Dorfrand. Wie die Gemeinde mitteilt, wird das 18 000 Quadratmeter grosse Areal derzeit mit Werkleitungen erschlossen. Damit wird der Grundstein für die Überbauung Grossfeld/Nüeltsche gelegt, deren Baubewilligung für die ersten beiden Etappen vorliegt und nun nach dem im November 2016 vom Gemeinderat beschlossenen Gestaltungsplan realisiert wird (die AZ berichtete).

Für die 1600-Seelengemeinde Wohlenschwil stellt die neue Siedlung ein Mammutprojekt dar. Sollen doch dereinst rund 250 Menschen auf dem Areal im Grossfeld/Nüeltsche ein neues Zuhause finden. «Die Überbauung ist bedeutend für uns. Es ist eine Chance, gleichzeitig wird es eine Herausforderung sein, die zahlreichen Neuzuzüger im Dorf zu integrieren», sagt Frau Gemeindeammann Erika Schibli (FDP). Doch sie ist überzeugt, dass dies kein Problem sein wird: «Bei der Überbauung im Vorderdorf war die Situation ähnlich. Die neuen Bewohner haben sich rasch eingelebt.»

79 Wohnungen geplant

Das neue Quartier im Westen der Gemeinde setzt sich künftig aus 9 Mehrfamilienhäusern mit 79 Wohnungen und 2 Tiefgaragen sowie sechs Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäuser zusammen. Dabei sind 3 der 9 Mehrfamilienhäuser für das Wohnen im Alter vorgesehen. Die Gebäude, die sowohl aus Miet- als auch aus Eigentumswohnungen bestehen, werden in zwei Etappen gebaut. In einem dritten Schritt kommen die Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäuser hinzu. Investorin der Überbauung ist die Immobilienfirma Acama aus Sursee, realisiert hat das Projekt die IGD Grüter AG.

«Den Wohnmix finde ich ideal», sagt Gemeindeammann Schibli. Habe Wohlenschwil in Vergangenheit doch eher einen Unterbestand an Mietwohnungen aufgewiesen. «Dies hatte zur Folge, dass junge Menschen aus dem Dorf weggezogen sind, weil sie in Wohlenschwil keine Mietwohnung fanden.» Sorge, dass aufgrund der Siedlung schon bald Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden müssen, hat sie keine. Die Gemeinde sei gut aufgestellt – auch, was den Schulraum betreffe. Der Baubeginn der ersten Etappe mit sechs Mehrfamilienhäusern und 48 Wohnungen ist im Mai vorgesehen. «Die weiteren Etappen werden nahtlos weitergeführt, da bereits mehr als die Hälfte verkauft ist», sagt Alois Grüter, CEO der IGD Grüter AG, auf Anfrage. Auch für die Mietwohnungen für das Wohnen im Alter gebe es bereits eine Interessentenliste, fügt Grüter an. Verläuft alles nach Plan, soll die neue Überbauung in rund zwei Jahren fertiggestellt sein.