Baden gehört aktuell noch zu den wenigen Städten in der Schweiz, in denen zwei unterschiedliche Taxi-Lizenzen vergeben werden: A- und B-Konzessionen. Bekannte Unternehmen wie «Badener Taxi AG» oder «Aargovia Taxi» verfügen über eine A-Lizenz, die dazu verpflichtet, einen 24-Stunden-Service anzubieten und insbesondere auch nachts und in den Randzeiten Präsenz auf den öffentlichen Standplätzen zu markieren. Wer mit einer B-Bewilligung fährt, ist von der Pflicht befreit, rund um die Uhr für Fahrdienste zur Verfügung stehen zu müssen – hat aber den Nachteil, das Auto nicht auf einem öffentlichen Taxistandplatz abstellen zu dürfen.

Ab März 2018 soll in Baden ein neues Taxireglement in Kraft treten, es wird dem Einwohnerrat an der Sitzung Ende Januar zur Abstimmung vorgelegt. Wesentliche Änderung gegenüber bisher: Auf Empfehlung der Taxikommission schlägt der Stadtrat vor, künftig nur noch A-Bewilligungen zu erteilen. Begründung: B-Bewilligungen würden der Qualität des Taxigewerbes in der Stadt mehr schaden als nützen.

Stadtammann Markus Schneider erklärte an einer Pressekonferenz, B-Lizenzen seien vor allem an Einzelunternehmer vergeben worden, die mit einem oder zwei Fahrzeugen unterwegs sind. «Sie sind zu den Zeiten unterwegs, wenn sie am meisten Geld verdienen können. Aus Sicht der Stadt ist es aber wichtig, dass ein Service rund um die Uhr geboten wird.»

Acht Bewerber für A-Lizenzen

Für die 40 A-Lizenzen, die neu vergeben werden, haben sich acht Firmen beworben. Die Stadt habe vor, vier Unternehmen zu berücksichtigen, der Entscheid sei aber noch nicht rechtskräftig, so Christian Villiger, Verwaltungsleiter der Stadt Baden.

Der Fahrdienstvermittler Uber wird den ortsfremden Taxis zugeordnet. Ihnen ist es verboten, sich ohne Taxibewilligungen der Stadt auf einen öffentlichen Standplatz zu stellen. Sie dürfen aber Kundschaft auf Bestellung hin in Baden abholen und an einen beliebigen Zielort transportieren. Ebenso dürfen sie Gäste in Baden absetzen und auf dem direkten Rückweg auf Begehren hin neue Kundschaft transportieren – allerdings an einen Zielort ausserhalb der Stadt.