Siegerprojekt

Neues Schulhaus Goldiland: Vorschlag «Louise» macht das Rennen

So präsentiert sich das Siegerprojekt «Louise». Die Visualisierung entspricht dem Stand Anfang Jahr.

So präsentiert sich das Siegerprojekt «Louise». Die Visualisierung entspricht dem Stand Anfang Jahr.

Die Arbeit von Schwabe Suter Architekten GmbH entscheidet den Studienwettbewerb für ein neues Schulhaus in Obersiggenthal für sich. Die erste Etappe des Baus soll 10 Millionen Franken kosten.

«Die Vorstellung der Arbeiten war für März vorgesehen», so Frau Gemeindeammann Bettina Lutz Güttler am Freitagabend. «Die Gründe für die Verschiebung sind ersichtlich», meinte sie mit einem Seitenblick auf die Coronamasken reihum. «Ausgangspunkt für das Projekt eines neuen Schulhauses sind steigende Schülerzahlen und mehr Klassen. Der Standort Goldiland wurde wegen des grösseren Schüleraufkommens im Westen der Gemeinde sowie in Kirchdorf gewählt.»

Bettina Lutz Güttler zeigte sich erfreut über das Ergebnis des Studienauftrages und das Siegerprojekt «Louise» von Schwabe Suter Architekten GmbH (Zürich) und Cadrage Landschaftsarchitekten GmbH (Zürich). Sie betonte jedoch: «Heute wird noch nicht das definitive Projekt vorgestellt. Dieses kommt am 23. September vor den Einwohnerrat und voraussichtlich am 29. November vors Volk.»

Auch Gesamtschulleiter Bruno Glettig zeigte sich begeistert. «Die Schule steht voll und ganz hinter dem Vorschlag der Jury», betonte er. «Für die Schule ist vor allem eines entscheidend: Dass es ein Schulhaus gibt. Wir brauchen es.» Freude zeigte natürlich auch Christian Suter vom erfolgreichen Architektenteam. «Es ist immer etwas Spezielles, wenn man gute Projekte sieht und selber Sieger ist», meinte er.

Die Anforderungen werden bestens erfüllt

«Die Kosten sind eines der wichtigsten Elemente», so Christoph Kratzer (ak Bautreuhand, Zürich), der den Studienauftrag begleitet hat und bei der weiteren Projektierung mitarbeitet. «Wichtig sind aber auch Städtebau und Landschaftsschutz sowie die Etappierungsmöglichkeit. Bei ‹Louise› ist das alles hervorragend gelungen.»

Auch der Jurybericht hält fest, dass «Louise» die Ziele «bezüglich betrieblicher und pädagogischer Anforderungen, architektonischer und städtebaulicher Gestaltung, Funktionalität sowie Etappierung am besten erfüllt». Der Vorschlag «Louise», der von Jurymitglied Philippe Bürgler vorgestellt wurde, sieht drei Neubauvolumen – Schulhaus erste und zweite Etappe sowie Doppelkindergarten – vor. Erstellt werden die Minergie-P-Bauten in Holzelementbauweise.

Zweite Etappe nicht vor 2030

Die erste Etappe umfasst ein Schulhaus mit acht Klassenzimmern in zwei Obergeschossen. Zwischen den Klassenzimmern liegt jeweils ein Gruppenraum. Die Klassenzimmer sind um eine Kombizone angeordnet, die für den Unterricht genutzt werden kann und einen Lichthof umschliesst. Im Sockelgeschoss sind unter anderem ein Multifunktionsraum, Räume für Werken, Büros für Schulleitung, Schulsekretariat und Hauswart vorgesehen.

Die Kosten für die erste Etappe, die 2023 bezogen werden soll, dürften sich bei 10 Mio. Franken bewegen. Die Realisierung der zweiten Etappe, mit der das alte Schulhaus Kirchdorf ersetzt wird, wird nicht vor 2030 erwartet.

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