Nicht geräuschlos sei die Kreditabrechnung «Neugestaltung Theaterplatz mit unterirdischer Parkierung» bei der Finanzkommission passiert, berichtete deren Präsident Reto Caprez. Die Kostenüberschreitung von 600000 Franken oder knapp 16 Prozent habe zu reden gegeben. Brutto (mit Beteiligung Parkhaus Ländli AG, Eglin Immobilien AG, UBS, Regionalwerke, Swisscom) kostete der Bau 5,05 Mio. Franken, 4,47 Mio. (netto) fallen auf die Stadt. «Die Komplexität des Bauvorhabens ist keine Entschuldigung», so Caprez. Er mahnte Angesichts der kommenden Grossprojekte zu mehr Vorsicht bei der Planung.

Peter Heer: «Völlig misslungen»

FDP-Einwohnerrat Peter Heer nahm die Platzgestaltung ins Visier: Er sei dabei über eine Formulierung in der Vorlage gestolpert: «Der eingebaute Stabilizer-Belag, ein wassergebundener Belag mit einem pflanzlichen Bindemittel und einer genau definierten Brechsandmischung, hat deutliche Vorteile bezüglich Stabilität, Staubfreiheit und Wasserdurchlässigkeit.» Heer bezeichnete das als Schönrederei. In Tat und Wahrheit sei der Platz nicht zweckmässig und werde darum von der Bevölkerung nicht als Stadtplatz wahrgenommen. In kalten Jahreszeiten und bei Nässe sei er unbenutzbar. Er führe im Sommer zu staubigen Schuhen und Kleidern und sei im Winter wegen Eisbildung gefährlich. Heer mahnte, die notwendigen Lehren im Hinblick auf die Realisierung des Brown-Boveri-Platzes zu ziehen.

Ganz anders sah es SVP-Sprecher Kilian Jegen. Der Platz sei gelungen und finde beim Volk relativ guten Anklang. Einen schalen Beigeschmack habe einzig die Kreditüberschreitung. Stadtrat Markus Schneider versprach, künftige Projekte sorgfältiger zu planen und zu budgetieren. Er wies darauf hin, dass der Platz im Sommer, insbesondere am 1. August, sehr beliebt sei. (-rr-)