«LoL-Spieler von SK-Gaming, ein professionelles E-Sports-Team, spielen live on Stage», heisst es im Flyer zur Swiss Gaming Night, die am Samstag zum zweiten Mal im Tägerhard in Wettingen stattgefunden hat. Wer da – wie etwa der Schreibende selbst – bei fast jedem zweiten Wort im Internet recherchieren muss, gehört definitiv nicht zur Gamer-Szene.

Swiss Gaming Night

Swiss Gaming Night

Anders die 500 Teilnehmer und Besucher, die sich in drei Computerspielen im Tunrnier-Modus gemessen haben. Gespielt wurden FIFA 15, GRID, ein Autorennen, sowie das bekannte Shooterspiel Counter Strike. Für die Gewinner, die gegen Profis antraten, winkten Sachpreise im Gesamtwert von 5000 Franken, die Computerausrüster sponsorten.

Stephan Amsler, der eine Firma für Computerspeicher vertritt und mit anderen Unternehmen den Event organisiert hat, weiss: Mit Gamen lässt sich gutes Geld verdienen. Bei Onlinespielern gibt es auch Profis, die von Herstellern für Computerzubehör gesponsert werden: «Die Profis von SK-Gaming kommen aus ganz Europa und sind anfangs 20.» Profispieler Carlos Rodriguez verdient jährlich fast eine Million Franken.

Das Geschäft mit Gamen floriert: Hat der erste Event im vergangenen Jahr nur etwa 100 Personen angezogen, sollen es dieses Jahr etwa 500 Besucher sein. Dennoch: Die heutigen Gamer sind auch kritisch, wie ein Blick auf Tweets zur Veranstaltung zeigt. Dort heisst es etwa, dass der Event im letzten Jahr mehr Flair hatte, weil vielleicht familiärer.

Nicht nur für Computerfreaks

Die Swiss Gaming Night ist auch ein Mix aus Unterhaltung und Business: Namhafte Computervertreter preisen ihre Monitore und Speichererweiterungen an, ohne die moderne Spiele nicht mehr funktionieren würden. Gamen ist längst nicht nur eine Beschäftigung für Nerds, für Computerfreaks. Es gäbe eine aktive Gamer-Szene, die sich ihr Hobby als Nebenerwerb finanziert, so Denise Zobrist, Marketingverantwortliche eines Computerherstellers.