Bergdietikon
Nicht mehr Sold, aber etwas mehr Entschädigung

Die Sommergmeind von Bergdietikon diskutiert am Donnerstag das finanzielle Minus und legt die Gemeinderatsbesoldung fest.

Gabriele Heigl
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Aufnahme von der letzten Gmeind im Dezember 2016. (Archiv)

Aufnahme von der letzten Gmeind im Dezember 2016. (Archiv)

Gabriele Heigl

Um gewöhnungsbedürftige Zahlen geht es an der Bergdietiker Gemeindeversammlung am Donnerstag. Denn eine Jahresrechnung mit einem Minus von gut 300 000 Franken ist ein Novum nach vielen Jahren mit positiven Abschlüssen.

Im Vorjahr hatte noch ein Plus von knapp 2,8 Millionen Franken resultiert. Auch im Budget hatte die Gemeinde noch mit einem minimalen Plus von 4000 Franken gerechnet. Dass es anders kam, lag an der Genehmigung eines Verpflichtungskredits an der Gemeindeversammlung vom Februar für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses 2. Dadurch mussten noch vorhandene Anlagewerte in der Höhe von 375 000 Franken von früheren Sanierungen per Ende 2016 ausserordentlich abgeschrieben werden.

Hinzu kamen rückläufige Steuereinnahmen. Der Ertrag aus den direkten Steuern und den Grundstückgewinn-, Erbschafts- und Schenkungssteuern liegt 1,65 Millionen Franken unter dem Wert vom Vorjahr. Wenig Freude macht auch der Bereich Bildung: 850 000 Franken Schulgelder und Besoldungsanteile gingen an die Oberstufenschule in Spreitenbach. Budgetiert waren aber 520 000 Franken. Grund für die Mehrkosten waren höhere Schülerzahlen sowie das höhere Schulgeld.

Keine Gehaltserhöhung seit 2006

Mehr als über die Rechnung wird sich die Versammlung darüber freuen, dass die Gemeinderäte keine Anpassung ihrer Besoldung fordern. Wie schon die letzten drei Amtsperioden sollen die Aufwandsentschädigungen für den Gemeindeammann 26 000, für den Vizeammann 22 000 und für die Gemeinderäte je 20 000 Franken betragen. Damit hat sich der Gemeinderat seit 2006 keine Gehaltserhöhung mehr genehmigen lassen wollen. Lediglich der Budgetbetrag für die Stundenentschädigungen für Aufgaben, die nicht mit der pauschalen Besoldung vergütet werden, wird sich ab 2018 von 25 000 auf 35 000 Franken erhöhen.

Der Stundenansatz beträgt 60 Franken, inklusive Anteil 13. Monatslohn und Feiertagsentschädigung. Da sich mit Beginn der neuen Amtsperiode drei neue Gemeinderäte und auch ein neuer Ammann und Vizeammann unter höherem Zeitaufwand einarbeiten müssen, erachtet der Gemeinderat diese Budgeterhöhung als sinnvoll. Des Weiteren stimmt die Gemeindeversammlung über drei Kreditabrechnungen ab. Es kam zu zwei Unter- und einer kleinen Überschreitung.

Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 29. Juni, um 20 Uhr im Festzelt auf dem Sportplatz statt. Ab 19.30 Uhr wird ein Apéro offeriert. Dazu sorgt das Duo Mock für Unterhaltung.

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