NLB-Handball
Schwache Premiere nach der Coronapause – doch der Goalie liess Baden bis zum Schluss hoffen

22:24-Niederlage gegen Gossau: Der STV Baden hat das erste Meisterschaftsspiel nach langer Pause verdient verloren.

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Marco Wyss hielt 42 Prozent der Schüsse, konnte die Niederlage von Städtli Baden aber auch nicht verhindern.

Marco Wyss hielt 42 Prozent der Schüsse, konnte die Niederlage von Städtli Baden aber auch nicht verhindern.

Bild: Alexander Wagner/Archiv (22.8.2020)

Ein halbes Jahr ohne Wettkampfpraxis – der 36:30-Sieg gegen Kreuzlingen datiert vom 24. Oktober 2020 –, lange Monate ohne reguläres Training, und zuletzt auch noch das nervenaufreibend kurzfristige Hin und Her um die Wiederaufnahme der NLB-Meisterschaft: Keine guten Voraussetzungen für Sport auf hohem Niveau. Baden erzielte zwar den ersten Treffer, Gossau fand aber schneller ins Spiel und wäre wohl bald entscheidend davongezogen, wenn da nicht ein glänzend aufgelegter Marco Wyss im Badener Tor gewesen wäre.

Der Halbzeitvergleich seiner Fangquote mit der seines Gegenübers sagt eigentlich schon alles über die ersten 30 Minuten der Partie: Wyss hielt 13 von 25 Würfen. Das entspricht einer sagenhaften Fangquote von 52 Prozent. Gleichzeitig brachten die Gäste 10 Würfen mehr aufs gegnerische Tor als Baden. Gerade mal 15 Bälle fanden dort den Weg in Richtung Kasten und nur deren neun kamen auch bis ins Netz.

Wenig Tore, viel «Geknorze»

Bei den Ostschweizern passte schon ziemlich viel zusammen, während Baden immer noch versuchte, sich ins Spiel zu kämpfen – und es dabei auch unglücklich übertrieb. Speziell bei zwei unschön unterbundenen Gossauer Gegenstössen. Was beim einen zu einer diskussionslosen roten Karte führte und beim anderen zu einem längeren Unterbruch, der dem Badener Spielfluss auch nicht eben zuträglich war. Städtli hielt sich fortan spürbar zurück und leistete sich weiterhin viel zu viele technische Fehler und harmlose Abschlussversuche.

Zum Glück konnten die Feldspieler auf ihre Nummer 16 im Tor zählen, an der sich die Gäste aus Gossau weiter abarbeiteten. Marco Wyss wies zuletzt eine bärenstarke Fangquote von 42 Prozent auf und war am Samstagabend definitiv «Player of the Match».

Wyss’ Paraden war es auch zu verdanken, dass gegen Ende der Partie sogar noch Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkam: Nachdem die Gäste konstant 3 bis 5 Treffer vorne gelegen waren, konnte Städtli den Rückstand in der 58. Minute im x-ten Anlauf auf nur noch 2 Tore reduzieren und 30 Sekunden vor Schluss gar noch das 22:23 erzielen. Mit dem letzten Tor der Partie sicherte sich Gossau 5 Sekunden vor Abpfiff den verdienten Auswärtssieg. (az)