«Der Leiter Öffentliche Sicherheit hat gekündigt und wird die Stadt Baden per Ende Juli 2019 verlassen», teilte die Stadt mit. Der Stadtrat sei am Montag über die Kündigung des Leiters Öffentliche Sicherheit informiert worden. «Andreas Lang hat sich entschieden, sich beruflich neu zu orientieren und eine neue Herausforderung anzunehmen.» Der Stadtrat nehme die Kündigung zur Kenntnis und danke ihm für seine geleistete Arbeit. «Er wünscht Andreas Lang für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute.»

Erst im November 2017 trat Lang die Stelle als Leiter öffentliche Sicherheit bei der Stadt Baden an. Der studierte Staatswissenschafter ETH und diplomierte Berufsoffizier folgte dabei auf Martin Brönnimann, der die Stelle rund vier Jahr besetzt hatte.

Gotter: «Bedauere Situation»

Auf die Frage, ob sich der Stadtrat den Vorwurf gefallen lassen muss, mit Andreas Lang auf den falschen Mann als Kommandant gesetzt zu haben, antwortet der Badener Sicherheitsvorsteher Matthias Gotter (CVP): «Nein, sicher nicht. Andreas Lang hat sich in einem sehr breiten Bewerbungsfeld gegen 32 Mitbewerber durchgesetzt.» Weder der Stadtrat noch Andreas Lang selbst müssten sich einen Vorwurf machen. Gotter bedauere die jetzige Situation, wenngleich sie für ihn nicht ganz überraschend komme. Denn das Stadtpolizei-Korps habe in jüngster Zeit mit einigen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. «Allen voran der finanzielle Druck und das daraus resultierende neue Lohnreglement, das Andreas Lang verkaufen und umsetzen musste, waren eine grosse Herausforderung», so Gotter. Der Sicherheitsvorsteher bestätigt denn auch, dass es in letzter Zeit – unter anderem auch wegen besagter Lohnthematik – zu vielen Abgängen bei der Stadtpolizei Baden gekommen sei.

Nun gilt es, ab dem 1. August 2019 einen neuen Polizeikommandanten zu finden. Was muss dieser mitbringen? Gotter: «Die Person des Leiters öffentliche Sicherheit bekleidet eine sehr wichtige Stelle.» Es müsse eine Person sein, die mit Augenmass viele Teilbereiche der Polizeiarbeit beleuchten könne und zudem sattelfest bei Rechtsfragen verschiedenster Natur sei. «Kurz, wir suchen einen Allrounder mit gut gefülltem Berufsrucksack», sagt Matthias Gotter.

Andreas Lang selbst war für eine persönliche Stellungnahme nicht erreichbar.