Die Kehl-Führung hat am Mittwoch aufgrund von Erkrankungen gemäss dem Pandemikonzept Stufe «orange» beschlossen. Zwei Patienten auf einer Station seien erkrankt. Genaue Abklärungen hätten aber am selben Tag noch ergeben, dass bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie auch auf Personalseite eine Norovirusinfektion ausgebrochen sei, sagt. Daniela Oehrli, Verwaltungsratspräsidentin Altersheim Kehl Betriebe AG.

«Wir haben gestern Personal, Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Verwandten orientiert, dass ab sofort keine Besuche im Kehl möglich seien», sagt Edoardo Forgas, Geschäftsführer im Kehl. Auch das Restaurant wurde darum geschlossen.

Lage einigermassen stabil

Zurzeit konzentriere sich das Virus auf eine Station der Pflege, wo sechs Bewohnerinnen und Bewohner betroffen seien, so Forgas, Zwei Personen aus dem Wohnbereich sowie drei Mitarbeitende seien auch erkrankt. Für die Mitarbeitenden bedeute dies organisatorisch wie einsatzmässig eine grosse Herausforderung, fährt Forgas fort.

Darum habe man eine Urlaubssperre verhängt. Zurzeit werden die Mahlzeiten in die Zimmer geliefert. Man habe Kontakt mit dem Altersheim Fislisbach, das kürzlich selber Erfahrungen mit dem Norovirus gemacht habe. Auf die Desinfektion der Hände legt das Kehl seit vergangenem Jahr viel Wert.

Für die Verantwortlichen ist klar, dass mit einer Norovirusinfektion bei betagten Leuten nicht zu spassen sei. Der Brechdurchfall führt zu akutem Flüssigkeitsmangel im Körper und schwächt diesen enorm. Die präventive Schliessung des Kehls werde so lange andauern, bis 48 Stunden lang kein neuer Fall aufgetreten ist. Die Problematik bestehe auch darin, dass Träger des Norovirus dieses verbreiten können, ohne dass es bei ihnen selber ausbreche, erklärt Oehrli.