Auch die Stadtratsersatzwahl wird erst im 2. Wahlgang am 3. März entschieden. Keiner der Kandidaten erreichte das absolute Mehr von 2380 Stimmen. Mit 1898 Stimmen erzielte der FDP-Kandidat Peter Courvoisier das beste Resultat. Doch seine Kontrahentin Ruth Müri (team) folgt mit 1882 Stimmen nur knapp dahinter.

Beide Stadtratskandidaten zeigen sich erfreut über das Ergebnis. «Es freut mich natürlich, dass ich am meisten Stimmen gemacht habe», sagt Courvoisier. Mit diesem Resultat gehe er nun optimistisch und mit vollem Elan in den zweiten Wahlgang.

Auch Ruth Müri freut sich auf einen spannenden 2. Wahlgang: «Ich spüre ein grosses Vertrauen der Badenerinnen und Badener.» Etwas enttäuscht zeigte sie sich über die Wahlbeteiligung von 44 Prozent. «Ich habe mir schon etwas mehr Wahlanteil erhofft; am 3. März wird diese wahrscheinlich höher ausfallen, da auch noch nationale Abstimmungen anstehen.»

Mallien gibt sich noch bedeckt

Derweil blieb Sander Mallien – er kandidierte auch für das Stadtammann-Amt – mit 490 Stimmen chancenlos. Das hindert ihn aber nicht daran, doch auch Gutes im Resultat zu sehen. «Ich habe stolze 10,3 Prozent Wähleranteil verbucht.»

Im Vergleich zu den Grossratswahlen im Herbst 2012 sie das eine deutliche Steigerung. Damals verbuchte die GLP im Bezirk Baden einen Wähleranteil von 6,6 Prozent. «Das erzielte Resultat ist weit mehr, als sich die junge Partei erhoffen durfte», hält Mallien fest.

Gleichwohl lässt er es noch offen, ob er am 3. März nochmals zur Stadtratwahl antreten will. «Wie wir uns positionieren, werde ich nach Rücksprache mit der Partei in einigen Tagen entscheiden.» Mallien ist zudem überzeugt, dass er noch besser abgeschnitten hätte, «wäre das Wahlprozedere mit Stadtammann- und Stadtratswahl nicht so kompliziert gewesen».

Wo landen verbleibende Stimmen?

Was wenn Mallien, Markus Brunner und Heinz Blaser nicht mehr antreten – landen die Stimmen dann mehrheitlich bei Ruth Müri? «Dazu will ich mich nicht äussern», sagt Peter Courvoisier. Das seien alles nur Spekulationen.