Menschen werden nicht nur immer älter, die meisten wollen auch so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Die Spitex bietet hierfür Pflege und Betreuung im Alter an. «Im Vordergrund steht der Klient, eine optimale Betreuung muss garantiert werden», sagt Hans Petter Storskogen, Leiter des Spitex-Vereins Baden-Ennetbaden. Der gebürtige Norweger ist seit November 2015 im Amt. Zuvor arbeitete Storskogen 20 Jahre lang für die Spitex Zürich Sihl.

In Baden sei er auf einen engagierten Vorstand und motivierte Mitarbeiter getroffen. «Alles ist gut organisiert und die Leute sind sehr offen.» Allerdings müsse die Spitex grösser werden: Ein Einzugsgebiet von rund 50 000 Einwohnern ist gemäss Storskogen eine optimale Grösse, um künftige Herausforderungen bestreiten zu können. So würden beispielsweise immer mehr an Demenz erkrankte Menschen sich wünschen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Dies sei auch aus gesundheitspolitischer Sicht erstrebenswert, da in der Regel die ambulante Betreuung in enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen kostengünstiger sei. Eine gut ausgebaute Spitexorganisation könne auch Hausärzte unterstützen. So bietet die Spitex zum Beispiel Wundbehandlungen in ihren Praxisräumen an. «Da unsere Räumlichkeiten direkt am Bahnhof liegen, sind wir gut erreichbar für Patienten», sagt Storskogen.

Eine Vergrösserung des Einzugsgebietes sei aber nur durch eine intensivere Zusammenarbeit mit den Spitex-Vereinen aus Nachbargemeinden möglich. Daraus könnte, gemäss Storskogen, in den nächsten Jahren eine Fusion entstehen. «In erster Linie ist auch nur eine Kooperation zwischen den Spitex Organisationen möglich.» Allerdings sei auf lange Sicht eine Fusion sinnvoller. «Kooperationen sind aufwendiger und komplizierter als Fusionen.» Von einer Fusion würden in erster Linie die Klienten profitieren. Gemäss dem neuen Spitexleiter wäre es auch eine Investition in die Zukunft, in Bezug auf die Schaffung von weiteren Ausbildungsplätzen. «Nur miteinander sind die Spitex Vereine für die kommenden Aufgaben gewappnet, davon bin ich überzeugt», sagt Storskogen. Ob es aber in naher Zukunft zu Fusionen kommen wird, das liege an der Bereitschaft aller Beteiligten der Spitex.