Baden
Nur wenige Junge wollten Baustelle des Limmat-Kraftwerks Aue besichtigen

Die Regionalwerke haben zur Besichtigung beim Limmatkraftwerk Aue eingeladen und über erneuerbare Energien informiert. Das neue Kraftwerk soll dereinst Strom für rund 8000 Haushalte liefern.

Patrick Hersiczky
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Im Limmatkraftwerk Aue sollen jährlich 30,78 Millionen Kilowattstunden produziert werden. pah

Im Limmatkraftwerk Aue sollen jährlich 30,78 Millionen Kilowattstunden produziert werden. pah

Noch sind die Arbeiten beim Limmatkraftwerk Aue nicht ganz abgeschlossen. Die Regionalwerke Baden (RWB) haben aber dennoch schon zur Besichtigung eingeladen. Mit Kurzreferaten wollten die RWB die Bevölkerung für erneuerbare Energie sensibilisieren.

Unter den rund 100 Besuchern waren kaum junge Leute oder Familien mit Kindern zu sehen. Diesen Eindruck bestätigt auch Jonas Hurter von den Regionalwerken: «Es ist nicht einfach, junge Leute für dieses Thema zu begeistern.»

Nur fünf Prozent Ökostrom

Die RWB sowie die Stadt Baden sind in Sachen nachhaltige Energiepolitik auf hohem Niveau. «Die Stadt Baden hat schon seit 1993 ein Energieleitbild und besitzt seit 2007 das Energielabel Gold», erzählte Martin Sennhauser, Leiter Energiefachstelle RWB, in seinem Referat.

Die RWB investieren zudem laufend in erneuerbaren Energien wie etwa Photovoltaik. «Dies wird einem bewusst, wenn man auf der Ruine Stein steht und die vielen Dächer mit Photovoltaik sieht», sagt Sennhauser weiter. Diese Projekte werden hauptsächlich über den Aufpreis des Ökostroms Aquae finanziert. Jedoch: Von den rund 12 000 RWB-Kunden beziehen nur ungefähr fünf Prozent diesen teueren Strom.

«Problematisch ist aber weiterhin der Energieverbrauch von durchschnittlich 6300 Watt pro Person», mahnte Sennhauser. «Vor allem alte Liegenschaften tragen zu diesem hohen Wert bei. Der Energie-Experte rechnete vor, dass die Sanierung der Bausubstanz eines alten Gebäudes 90 Prozent Energieeinsparung bringe.