Oberrohrdorf
Oberrohrdorfer wehren sich erfolgreich gegen einen höheren Steuerfuss

Die Finanzkommission und die Ortsparteien CVP und FDP haben sich an der Gemeindeversammlung durchgesetzt: Aufgrund ihres Änderungsantrags wird der Steuerfuss nicht von 83 Prozent auf 88 Prozent erhöht. Damit steigen die Schulden stärker als geplant.

Erna Lang-Jonsdottir
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Bereits an der Gemeindeversammlung im Sommer wurde eine Steuerfusserhöhung angekündigt.

Bereits an der Gemeindeversammlung im Sommer wurde eine Steuerfusserhöhung angekündigt.

Erna Lang-Jonsdottir

An der Gemeindeversammlung im Sommer machte Gemeinderätin Monika Locher den Stimmberechtigten deutlich, dass eine dritte Turnhalle nur mit einer Erhöhung der Steuern um 8 bis 10 Prozentpunkte möglich sei.

Am Mittwochabend ging der Antrag der Gemeinde, den Steuerfuss um 5 Prozentpunkte auf 88 Prozent zu erhöhen, nach langen und intensiven Diskussionen bachab. Grund war ein Änderungsantrag der Finanzkommission und der beiden Ortsparteien CVP und FDP.

«Wir haben den Kampf verloren», sagt Gemeindeammann Daniel Hug dazu.

Das Argument sei gewesen, «dass wir jedes Jahr besser abschliessen und unsere Planung zu pessimistisch ist», erklärt Hug. Ob der Entscheid der Stimmberechtigten unvernünftig sei, darüber will Hug nichts sagen.

Sicher ist: «Jetzt werden die Schulden stärker ansteigen.» Aus dem Budget gestrichen werde nichts. «Mit einem Steuerfuss von 88 Prozent und dem Bau der Turnhalle werden wir im Jahr 2017 rund 16 Millionen Schulden haben.»

Doch nicht nur die dritte Turnhalle belastet die Kasse. Viel Geld kosten das Oberstufenzentrum Rohrdorferberg, die Sanierung der Kantonsstrasse und die Sanierung des Schulhauses Hinterbächli.

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