Obersiggenthal
Schwachstellen im Schulweg: Bericht zur Verkehrssicherheit bei Schülern liegt vor

Vor zwei Jahren gab der Gemeinderat eine Überprüfung der Schulwegsicherheit in Auftrag. Nun liegen die Ergebnisse vor. Erste Massnahmen sollen bald umgesetzt werden.

Sarah Kunz
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Indem Hecken und Sträucher zurückgeschnitten werden, sollen die Schulwege in Obersiggenthal sicherer werden.

Indem Hecken und Sträucher zurückgeschnitten werden, sollen die Schulwege in Obersiggenthal sicherer werden.

Symbolbild: AZ-Archiv

Die Schulwege in Obersiggenthal sollen sicherer werden. Dies weil die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Schule anscheinend ein Problem darstellt, wie mehrere Forderungen der vergangenen Jahre beweisen. Vor zwei Jahren verlangte SP-Einwohnerrätin Carol Demarmels deshalb, dass der Gemeinderat einen verkehrstechnischen Bericht zur Überprüfung der Schulwegsicherheit in Obersiggenthal in Auftrag geben soll. Nun liegen die Ergebnisse der damit beauftragten Swisstraffic AG aus Zürich vor.

Die Firma habe Schwachstellen identifiziert, heisst es im Bericht. Um diese zu beseitigen, genüge teilweise schon das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern sowie das Ausbessern der Verkehrsbeschilderung. Damit könne etwa die Sicht verbessert werden. Diese Massnahmen sollen von der Abteilung Bau und Planung direkt in Auftrag gegeben werden und könnten grösstenteils von den Werkdiensten ausgeführt werden, was nur geringe Kosten verursache. Auch Private können aufgefordert werden, ihre Hecken zurückzuschneiden. Wie der Gemeinderat festhält, seien diese aber zum Teil sehr zurückhaltend darin, der Forderung nachzukommen.

Verbesserungen am Kirchweg sollen 2024 erfolgen

Teilweise empfiehlt die Firma aber auch bauliche Massnahmen. Etwa den Bau von Mittelinseln oder betriebliche Massnahmen wie die Einführung eines Lotsendienstes oder eines Schulbusses. Die vorgeschlagenen Verbesserungsmassnahmen am Bereich Kirchweg West/Landschreiber – der von Schülern intensiv genutzt wird – werden im Zusammenhang mit der Gesamtsanierung voraussichtlich 2024 erfolgen. Bis dahin werde der übliche Unterhalt ausgeführt. An diesen Kosten werde sich der Bund eventuell beteiligen.

Die Abteilung Bau und Planung wird die notwendigen Massnahmen nun priorisieren und dem Gemeinderat ein Konzept zur Umsetzung unterbreiten. Dabei sollen einfache, kostengünstige Massnahmen so schnell wie möglich umgesetzt werden, kompliziertere oder teurere Massnahmen sollen ordentlich geplant und budgetiert werden. Wirksamere Massnahmen seien weniger wirksamen Massnahmen zudem zu vorzuziehen.