Obersiggenthal
Obersiggenthaler genehmigen 392 000 Franken pro Jahr

Zwei Drittel der Stimmenden von Obersiggenthal haben sich die Einführung von Tagesstrukturen ausgesprochen.

Dieter Minder
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Gemeinderätin Marie-Louise Nussbaumer vor der Abbruchliegenschaft Goldliand.

Gemeinderätin Marie-Louise Nussbaumer vor der Abbruchliegenschaft Goldliand.

AZ

«Dass wir es schaffen werden, habe ich erwartet, aber ein so gutes Ergebnis freut mich besonders», sagt Gemeinderätin Marie-Louise Nussbaumer. Zwei Drittel der Stimmenden von Obersiggenthal haben sich für die Einführung von Tagesstrukturen ausgesprochen (Box Kurzprotokoll). Mit der Zustimmung verpflichtet sich die Gemeinde, die Tagesstrukturen jährlich mit 392 000 Franken zu unterstützten.

Kurzprotokoll

Stimmberechtigte 4771
Brieflich Stimmende 1735
Gültige Stimmrechtausweise 1892
Stimmbeteiligung, % 38,69
Stimmzettel 1846
Leer/Ungültig 27
Ja 1254
Nein 565

Für Marie-Louise Nussbaumer ist die Einführung der Tagesstrukturen ein wichtiger Schritt: «Als Gemeinde der Region Baden müssen wir solche anbieten.» Bereits heute werden rund 120 Obersigenthaler Kinder im Vorschulalter in Betreuungseinrichtungen der Region betreut. Der Mittagtisch, viermal pro Wochen, wird von insgesamt 170 Kindern besucht. Beide Zahlen zeigen, wie gross der Bedarf ist. Nussbaumer weist auch auf die vielen gut ausgebildeten Frauen hin: «Dank der Tagesstrukturen können wie auch weiterhin berufstätig bleiben.»

Waren auf Neubau Goldiland

Gestartet wird mit dem Schuljahr 2013/2014, also im August 2013. Noch kann die Gemeinde aber erst eine Übergangslösung mit 20 Plätzen anbieten. Dazu kann sie Räume der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde mieten. Das Ziel ist es, in zwei oder drei Jahren den extra für die Tagesstrukturen vorgesehenen Neubau Goldiland zu beziehen. Die Gemeinde hatte diese 2011 erworben. Bereits im August hat der Einwohnerrat dem Wettbewerb zugestimmt. Voraussichtlich in einem Jahr werden Einwohnerrat und Stimmberechtigte über den Baukredit entscheiden müssen.