Wettingen
Obszöne Briefe: Aargauer Sex-Grüsel wird angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 66-jährigen Sex-Grüsel aus Wettingen, der während eines Jahres über 700 Briefe mit obszönen Inhalten an Frauen geschickt hatte, Anklage erhoben. Ihm blühen wohl lediglich eine Busse und eine Geldstrafe.

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Mit solchen obszönen Sätzen schrieb der Wettinger Sex-Grüsel Frauen aus der Umgebung an

Mit solchen obszönen Sätzen schrieb der Wettinger Sex-Grüsel Frauen aus der Umgebung an

Tele M1

Die Staatsanwaltschaft erhob gegen den 66-jährigen Aargauer Sex-Grüsel Anklage wegen Beschimpfung, sexueller Belästigung, Pornographie, Verleumdung, Drohung und Nötigung. Sie fordert in ihrer Anklageschrift eine bedingte Geldstrafe von 360 Tagessätzen à 70 Franken und eine Busse von 7000 Franken.

Der Beschuldigte konnte im Dezember 2010 ermittelt werden, nachdem er zwischen November 2009 und November 2010 über 700 Briefe mit beschimpfenden und sexuell belästigenden Inhalten an Frauen geschickt hatte. Seinen Schreiben fügte der Beschuldigte mehrheitlich auch noch pornographische Fotografien oder eigenhändig angefertigten Zeichnungen von Geschlechtsteilen bei.

Der Beschuldigte ist geständig, dass er alle Briefe selber geschrieben und seine Opfer willkürlich ausgesucht habe. Die Anklage ist am Bezirksgericht Baden hängig. Wann es zum Prozess kommt, ist noch unklar. (sha)