Im Teufelskeller wird der Waldspaziergänger von neuen Info-Tafeln begrüsst. Sie erzählen von der Geologie, der Natur und von der Kreuzliberg-Sage; zuunterst steht das Logo der Aargauischen Kantonalbank. Nach dem Sturm «Lothar» am 26. Dezember 1999, der über einen Fünftel des Badener Waldes zerstört hatte, stellte sich die Frage, wie ein Forstbetrieb dieser Grösse wirtschaftlich und auch naturgerecht geführt werden kann. Bis heute ist das Waldsponsoring für Naturschutzprojekte mit rund sechs Prozent des Forstumsatzes zu einer tragenden Säule geworden. «Wir hätten unsere Naturschutzprojekte ohne dieses Sponsoring nicht realisieren können», gesteht Stadtoberförster Georg Schoop. Inzwischen seien eine Million Franken zusammengekommen, die gezielt und sichtbar investiert wurden.

Eine ideale Partnerschaft

Die AKB gehört zu den Badener Waldsponsoren der ersten Stunde «Das Waldsponsoring passt sehr gut in unsere Geschäftstätigkeit», sagt der Badener AKB-Chef Bruno Renggli. «Auch hier geht es um eine verantwortungsvolle, auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Zusammenarbeit.» In der heutigen Gesellschaft sei der Wald idealer Ort der Erholung und des Auftankens, ist Renggli überzeugt. Mit dem Waldsponsoring und Kunden-Events im Wald könne die AKB ihre Kundschaft für dieses Thema sensibilisieren.

Seit 1997 gibt es in Baden das Waldsponsoring. Diese Form des Öko-Sponsorings hat für den Stadtforst stetig an Bedeutung und bei den Sponsoren selber an Attraktivität gewonnen. «Die Menschen sollen den Wald neu entdecken», sagt Schoop. So gelang es über das Waldsponsoring, Menschen für die Belange des Waldes und der Natur zu sensibilisieren, die man sonst kaum erreicht hätte.

Grosses Interesse – Klare Regeln

Nicht jeder kann Waldsponsor werden. «Wir möchten nach aussen eine glaubwürdige Kommunikation aufbauen. Darum verlangt der Forstbetrieb, dass drei Kriterien erfüllt werden», sagt Georg Schoop. «Die minimale Laufzeit eines Sponsorings beträgt fünf Jahre, der minimal Preis für die gesamte Laufzeit 25 000 Franken betragen. Die Geschäftstätigkeit des Sponsors muss ausserdem ökologisch wie gesellschaftlich mit dem Umweltprojekt kompatibel sein», erklärt Schoop. So habe man schon mehrere Anfragen negativ beantworten müssen.

Der Fokus liegt laut Schoop bei mittelgrossen Firmen, deren Präsenz auf die Region bezogen sei. Zusätzliche Aktivitäten würden das Sponsoring aufwerten. Bereits fanden von den Firmen initiierte eindrucksvolle Anlässe wie Licht-Event, Waldlesung oder Konzerte in der Natur statt.

Von den 736 Hektaren Badener Wald – von total 1317 Hektaren Stadtgebiet – unterstehen heute ein Fünftel dem Naturschutz. Nebst den Waldreservaten Teufelskeller und Eibenwald gehören dazu Altholzinseln, lichte Wälder (für Artenvielfalt), Nass- und Trockenstandorte, Waldränder, 30 Baumdenkmäler, Totholz sowie seltene Baumarten.