Spreitenbach
Öffnete der Vierjährige die Türe des Unfallautos gar selbst?

Grosse Betroffenheit und viele offene Fragen nach dem tragischen Unglück in Spreitenbach, bei welchem ein vierjähriger Bub den Tod fand. Der Kleine befand sich auf der Längsbank eines Landrover Defenders und fiel in einem Kreisel aus dem Auto.

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Aus diesem Landrover fiel der Knabe und starb noch auf der Unfallstelle

Aus diesem Landrover fiel der Knabe und starb noch auf der Unfallstelle

Kapo AG

Ein Crash-Test des TCS zeigt, was mit Kindern bei einem Unfall passiert, wenn sie auf einer Längsbank (z. B. in Schul- oder Vereinsbussen), gesichert mit einem Beckengurt, mitfahren: Die Kinder sind akut gefährdet.

Anton Keller, Kindersicherheitsexperte beim TCS, meint: "Kinder gehören grundsätzlich nicht auf die Längsbank. Bei Tests vor einem Jahr mit Längsbänken und Beckengurt haben gezeigt, dass Kinder damit nur unzureichend geschützt sind."

Laut Recherchen von Tele M1 soll der verunfallte und noch vor Ort gestorbene Vierjährige weder in einem Kindersitz noch auf der Bank angesichert sein. René Bösch, der Inhaber der Landrover-Garage, zum Regionalsender: "In der Kurve ist die Tür durch die Kraft des Rades wohl aufgegangen- aber nur, weil sie vorher wohl nicht ganz zu war", mutmasst Bösch. Er nimmt an, dass das Kind wohl mit dem Öffnungsmechanismus der Türe gespielt hat."

Eine Statistik des BfU zeigt, dass 5 von 10 Kindern nicht angegurtet sind. Ohne einen richtigen Kindersitz und den richtig eingestellten Sicherheitsgurt sind Kinder im Auto im Falle eines Unfalls dreimal mehr gefährdet als Erwachsene. (cls)

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