Wettingen
Ökologisches Betonwerk Tägerhard eröffnet: Jährliche Produktion reicht für 100 Mehrfamilienhäuser

Das neue Betonwerk im Tägerhard ist fertiggestellt. Im Zentrum steht vor allem die Nachhaltigkeit.

marian Märki
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Betonwerk Tägerhard
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Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen
Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen
Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen
Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen
Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen
Betonwerk Tägerhard Einweihung des neuen Betonwerkes Tägerhard in Wettingen

Betonwerk Tägerhard

Tägerhard Kies AG

Am Donnerstag wurde das neue Betonwerk Tägerhard eingeweiht. Die moderne Anlage der Tägerhard Kies AG ist technisch auf dem neusten Stand. Sie ersetzt das alte Werk, welches über 40 Jahren in Betrieb war.

Im vergangenen Oktober wurden der 9,5 Meter hohe Betonbau und die fünf 33 Meter hohen Silos nach elf Monaten Bauzeit fertiggestellt. Danach konnten die Einstellungen an der neuen, computergesteuerten Betonmischanlage vorgenommen werden. «Die Zuschlagsstoffe sind überall anders, es ist ja ein Naturprodukt. Darum ist das korrekte Kalibrieren der Anlage enorm wichtig, um die Qualität des Betons zu garantieren», sagt Geschäftsführer Simon Bürgler.

Die Mischanlage werde von zwei langjährigen Mitarbeitern bedient, die dafür geschult wurden. Das Werk hat ein grosses Lagervolumen, so fassen die Kies- und Sandsilos 800 Tonnen Material, die Bindemittelsilos 380 Tonnen. «Wir könnten einen Tag lang produzieren, ohne einmal die Silos nachzufüllen», so Bürgler. Jährlich produziert das Werk Beton für rund 100 Mehrfamilienhäuser.

Nachhaltigkeit ist Bürgler wichtig, das widerspiegelt sich auch im neuen Werk. «Wir sind hier in einem besiedelten Gebiet und stellen ein Produkt für die Zukunft her. Darum ist es wichtig, dass wir die Umwelt schonen.» Das Betonwerk ist das erste der Schweiz mit einer Holzpelletheizanlage. Diese heizt im Winter die Gebäude und erwärmt die Zuschlagsstoffe des Betons. «Wir mussten natürlich Lehrgeld zahlen, da wir die Ersten mit solch einer Anlage sind. Aber ich finde, es hat sich gelohnt. Wir heizen nun CO2-neutral», sagt Bürgler stolz.

Auch beim Wasser, das in grossen Mengen bei der Betonherstellung benötigt wird, setzt er auf Ökologie. Das Schmutzwasser aus der Betonproduktion wird vollständig recycelt. Das heisst, Kies und Sand werden herausgefiltert und wiederverwendet, das Restwasser zurück in die Produktion eingespeist. Zusätzlich hat man ein 550'000 Liter fassendes Regenwasserbecken gebaut. Mit dem Regenwasser wird der Kies gewaschen und die Mischanlage gereinigt, so kann Trinkwasser eingespart werden.