Drei Stunden Verspätung hatte der Flug, der am Montagabend die letzten Schweizer Sportler aus Sotschi nach Hause flog. Umso grösser war dann die Freude bei denjenigen, die so lange in Kloten auf sie gewartet hatten.

In einer Sporthalle unweit des Flughafens waren Fans, Freunde und Familienmitglieder aus der ganzen Schweiz angereist, um ihre Idole feierlich zu empfangen. «Es war eine schöne Feier, wir hatten grosse Freude», sagt Marie-Louise Nussbaumer Marty, Obersiggenthaler Gemeinderätin und Mutter der Eishockeyspielerinnen Julia und Stefanie Marty.

An den Olympischen Spielen in Sotschi sorgten die Zwillingsschwestern mit ihrer Mannschaft für die erste Olympiamedaille der Geschichte des Schweizer Frauen-Eishockeys.

Gepäckstück kam nicht an

«Als Team waren wir immer davon überzeugt, dass das möglich ist», sagte Stefanie Marty gegenüber Tele M1. Und ihre Schwester Julia Marty: «Es ist ein riesiger Erfolg. Wir werden wohl erst in den nächsten Tagen merken, was es wirklich bedeutet.»

Nach der Feier fuhr die Familie Marty an den Flughafen, um das Gepäck der beiden Spielerinnen abzuholen. «Eine Sporttasche von Julia fehlte aber», sagt Marie-Louise Nussbaumer Marty gegenüber der az. «Wir hoffen, dass sie bald nachgeliefert wird, denn am Mittwoch startet die Meisterschaft wieder.»

Julia und Stefanie Marty spielen in Schweden beim Klub Linköpings HC. Dort stehen nun die Playoffs an. Bis um zwei Uhr nachts sei die Familie noch wach gewesen. Zu erzählen gab es viel. «Es wurde ein langer Abend, aber er war sehr schön», sagt Nussbaumer Marty.

Nach einer kurzen Schlafpause musste Nati-Captain Julia Marty bereits am Dienstagmorgen nach Schweden weiterfliegen, wo sie gestern mit ihrer Klubmannschaft ein Freundschaftsspiel bestritt.

Nati-Stürmerin Stefanie Marty hingegen bleibt für ein paar Tage in Obersiggenthal. Sie muss ihre Schulterschmerzen noch medizinisch abklären lassen.

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