Das «One of a Million» (OOAM) 2018 ist Geschichte. Auch die achte Ausgabe des Badener Musikfestivals hatte wieder einiges zu bieten: 55 Konzerte mit Künstlern aus aller Welt sorgten auf insgesamt 19 Bühnen für musikalische Vielfalt in der Limmatstadt. Dieser Mix kam bei den Zuschauern an – so gut, dass ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden konnte.

«Wir durften 4150 Besucher begrüssen», sagt Nik Fischer, der zusammen mit Nico Schulthess und Christoph Küng für die Festivalleitung verantwortlich ist. Hinter dem OOAM-Gründer liegen «acht intensive, bunte und abwechslungsreiche Festivaltage», wie er selber sagt. Nun darf er sich darüber freuen, dass die diesjährige Besucherzahl das bisherige Rekordergebnis aus dem vergangenen Jahr um rund 300 Personen übertroffen hat. Damit wird das fortgesetzt, was auch für die Jahre zuvor galt: «Die Besucherzahlen sind seit der ersten Durchführung kontinuierlich gewachsen», sagt Fischer. Aus dem zweitägigen Insider-Festival aus dem Jahr 2011 ist ein kultureller Grossanlass geworden, der Musikbegeisterte über die Stadtgrenzen hinaus anlockt.

Über 50 Darbietungen an Spielstätten, die über ganz Baden verteilt sind; darf das OOAM in der Stadt überhaupt noch grösser werden? «Auf jeden Fall», findet Fischer. «Auch wenn wir das nie als primäres Ziel formuliert haben, lassen sich die Besucherzahlen bestimmt noch steigern.» So sei ein Grossteil der Konzerte zwar bereits sehr gut besucht, aber nicht ausverkauft gewesen. Für Fischer ist klar: «Das Potenzial des Festivals ist noch längst nicht ausgereizt.»

Weitere Spielorte möglich

Wenn sich die Organisatoren in den nächsten Wochen zusammensetzen und das Festival noch einmal Revue passieren lassen, werden sie sich deshalb auch die Frage stellen, welche Veränderungen das OOAM in den kommenden Jahren erfahren könnte. Neue Wege gehen, heisst die Devise, derer sich die Verantwortlichen laut Fischer bereits im vergangenen Jahr verschrieben haben: «2017 gehörte zum Festival erstmals eine Kunstinstallation im Museum ‹Langmatt› dazu, was wir dieses Mal mit einer weiteren Installation fortgesetzt haben.» Möglich sei auch, künftig mehrere Kunstformen in das Programm aufzunehmen oder das Festival um andere, grössere Spielorte zu ergänzen.

Allen Veränderungen zum Trotz möchte man sich in erster Linie treu bleiben, sagt Fischer. Will heissen: «Unser Wunsch ist es, auf dem aufzubauen, was das Festival sowohl bei den Besuchern als auch bei den Künstlern so beliebt macht – die familiäre und intime Stimmung bei den Konzerten.»