Die genauen Besucherzahlen des diesjährigen «One of a Million» (OOAM) werden zwar erst im Verlauf der Woche bekannt gegeben, doch Nik Fischer, Leiter des Musikfestivals, kann schon jetzt sagen, dass es einen neuen Besucherrekord gibt. Dies begründet er damit, dass mit Sophie Hunger ein toller Auftakt gelungen sei und es viel mehr Gratis-Konzerte in der Stadt gegeben habe. Besonders stolz macht Fischer im Rückblick dieses Jahr die belgische Indie-Band Balthazar, die sonst vor einem eher grösseren Publikum spielen würde.

Dass man diese «solide, grossartige Liveband» in einem so kleinen Rahmen habe erleben können, sei toll. Jedoch meint Fischer auch: «Die Namen spielen beim ‹One of a Million› gar nicht mehr so eine grosse Rolle. Viel mehr kommen die Leute wegen des Festivals selbst.» Dieses habe in der Region einen sehr guten Ruf erlangt und würde auch schweizweit immer beliebter, wie die Herkunft des «dankbaren Publikums» zeige, so Fischer.

Eindrücke aus dem One Of A Million Musikfestival in Baden

Eindrücke aus dem One Of A Million Festival.

Ihm persönlich habe dieses Jahr vor allem die «rundum schöne, familiäre Stimmung» gefallen. Aber auch der «Wahnsinnsklavierspieler» Bruce Brubaker aus Amerika, der in der Villa Boveri sein Talent zeigte, oder die kanadische Musikerin Hannah Epperson hätten Fischer grosse Freude bereitet.

Auf einige kritische Stimmen, die dem diesjährigen Festival eine zu grosse Dichte an Singer-Songwritern und Indiepop-Bands für junge Mädchen vorwerfen, reagiert Fischer mit Widerspruch: «Es hat viele positive Rückmeldungen gegeben, nicht nur von Jugendlichen.»

Insgesamt zieht der Festivalleiter eine sehr positive Bilanz, die Palette der Bands sei sehr gross gewesen und die Musikrichtungen alle vertreten: Indie, Pop/Rock, Elektro, HipHop und sogar klassische Musik.

Nicht nur deshalb sei das «One of a Million» einzigartig, so Fischer, sondern auch «wegen des Teams, das von A bis Z ehrenamtlich arbeitet, und wegen der Stadt Baden, die auf kleinem Raum eine grosse Bandbreite an Lokalitäten bietet», sagt Fischer.

Dieses Jahr trugen schon 20 verschiedene Lokale, in denen während neun Tagen 48 Bands und DJs ihre Lieder spielten, zu der Vielfältigkeit des Festivals bei. Neu mit dabei waren unter anderen das «Nordportal», die «Bike Zone» und die «UnvermeidBAR».

Nun kann Fischer mit der Planung des nächsten OOAM beginnen. Er verrät nur, dass am Kern des Festivals festgehalten wird: Auch 2017 werden die Druckerei und die Stanzerei als Zentrum des OOAM wieder eine Bühne für die Musiker bieten. Dass auch das Royal dank Vertragsverlängerung noch als Herzstück bespielt werden kann, sei ein grosses Glück: «Ohne das Royal würde etwas Wichtiges fehlen. Es ist unsere schönste Spielstätte.»