Baden
«One of a Million» feiert Besucherrekord

Das 6. Musikfestival hat so viele Besucher wie noch nie angelockt, doch es gibt auch kritische Stimmen

Dana Liechti
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One of a Million
20 Bilder
White Wine zeigt, dass man auch mit einem Fagott richtig rocken kann
Vuurwerk mischt elektronische Klänge mit Schlagzeug und Gitarren
Vuurwerk mischt elektronische Klänge mit Schlagzeug und Gitarren
Vuurwerk präsentieren ihren melodischen Electro in der Stanzerei
Vuurwerk aus Belgien begeisterten in der Stanzerei das Publikum
Vuurwerk überzeugten mit einem energetischen Auftritt in der Stanzerei
Vincent Bertholet von Hyperculte sorgt für reichlich Bass in der Stanzerei
Vincent Bertholet von Hyperculte sorgt für reichlich Bass in der Stanzerei
Simone Aubert ist Schlagzeugerin und Sängerin der Band Hyperculte aus Genf
Mit Fahnen und wummerndem Bass sorgt FlexFab für eine ausgelassene Stimmung
Minimalistisch, mystisch, monoton - Hyperculte aus Genf in der Stanzerei
In der Stanzerei sorgten die Belgier von Vuurwerk für eine ausgelassene Stimmung
In der Stanzerei rockten White Wine und eröffneten den Abend
Hyperculte aus Genf legten einen minimalistischen und zugleich mystischen Auftritt hin
Gitarrist und Sänger Joe Haege von White Wine
FlexFab verwandelte das Royal in einen Tanzpalast
FlexFab sorgte mit einer spektakulären Lichtshow für eine gute Stimmung im Royal
Eine spektakuläre Lichtshow und harte Bässe - das ist FlexFab aus Neuenburg
Der extrovertierte Joe Haege von White Wine legte einen schweisstreibenden Auftritt hin

One of a Million

Aargauer Zeitung

Die genauen Besucherzahlen des diesjährigen «One of a Million» (OOAM) werden zwar erst im Verlauf der Woche bekannt gegeben, doch Nik Fischer, Leiter des Musikfestivals, kann schon jetzt sagen, dass es einen neuen Besucherrekord gibt. Dies begründet er damit, dass mit Sophie Hunger ein toller Auftakt gelungen sei und es viel mehr Gratis-Konzerte in der Stadt gegeben habe. Besonders stolz macht Fischer im Rückblick dieses Jahr die belgische Indie-Band Balthazar, die sonst vor einem eher grösseren Publikum spielen würde.

Dass man diese «solide, grossartige Liveband» in einem so kleinen Rahmen habe erleben können, sei toll. Jedoch meint Fischer auch: «Die Namen spielen beim ‹One of a Million› gar nicht mehr so eine grosse Rolle. Viel mehr kommen die Leute wegen des Festivals selbst.» Dieses habe in der Region einen sehr guten Ruf erlangt und würde auch schweizweit immer beliebter, wie die Herkunft des «dankbaren Publikums» zeige, so Fischer.

Ihm persönlich habe dieses Jahr vor allem die «rundum schöne, familiäre Stimmung» gefallen. Aber auch der «Wahnsinnsklavierspieler» Bruce Brubaker aus Amerika, der in der Villa Boveri sein Talent zeigte, oder die kanadische Musikerin Hannah Epperson hätten Fischer grosse Freude bereitet.

Auf einige kritische Stimmen, die dem diesjährigen Festival eine zu grosse Dichte an Singer-Songwritern und Indiepop-Bands für junge Mädchen vorwerfen, reagiert Fischer mit Widerspruch: «Es hat viele positive Rückmeldungen gegeben, nicht nur von Jugendlichen.»

Insgesamt zieht der Festivalleiter eine sehr positive Bilanz, die Palette der Bands sei sehr gross gewesen und die Musikrichtungen alle vertreten: Indie, Pop/Rock, Elektro, HipHop und sogar klassische Musik.

Nicht nur deshalb sei das «One of a Million» einzigartig, so Fischer, sondern auch «wegen des Teams, das von A bis Z ehrenamtlich arbeitet, und wegen der Stadt Baden, die auf kleinem Raum eine grosse Bandbreite an Lokalitäten bietet», sagt Fischer.

Dieses Jahr trugen schon 20 verschiedene Lokale, in denen während neun Tagen 48 Bands und DJs ihre Lieder spielten, zu der Vielfältigkeit des Festivals bei. Neu mit dabei waren unter anderen das «Nordportal», die «Bike Zone» und die «UnvermeidBAR».

Nun kann Fischer mit der Planung des nächsten OOAM beginnen. Er verrät nur, dass am Kern des Festivals festgehalten wird: Auch 2017 werden die Druckerei und die Stanzerei als Zentrum des OOAM wieder eine Bühne für die Musiker bieten. Dass auch das Royal dank Vertragsverlängerung noch als Herzstück bespielt werden kann, sei ein grosses Glück: «Ohne das Royal würde etwas Wichtiges fehlen. Es ist unsere schönste Spielstätte.»