Baden
«One of a Million» - Grande Finale mit elektronischer Musik

Das Musikfestival «One of a Million» zeigte sich zum Abschluss noch einmal von seiner besten Seite.

Philippe Neidhart
Drucken
Teilen
One of a Million
20 Bilder
White Wine zeigt, dass man auch mit einem Fagott richtig rocken kann
Vuurwerk mischt elektronische Klänge mit Schlagzeug und Gitarren
Vuurwerk mischt elektronische Klänge mit Schlagzeug und Gitarren
Vuurwerk präsentieren ihren melodischen Electro in der Stanzerei
Vuurwerk aus Belgien begeisterten in der Stanzerei das Publikum
Vuurwerk überzeugten mit einem energetischen Auftritt in der Stanzerei
Vincent Bertholet von Hyperculte sorgt für reichlich Bass in der Stanzerei
Vincent Bertholet von Hyperculte sorgt für reichlich Bass in der Stanzerei
Simone Aubert ist Schlagzeugerin und Sängerin der Band Hyperculte aus Genf
Mit Fahnen und wummerndem Bass sorgt FlexFab für eine ausgelassene Stimmung
Minimalistisch, mystisch, monoton - Hyperculte aus Genf in der Stanzerei
In der Stanzerei sorgten die Belgier von Vuurwerk für eine ausgelassene Stimmung
In der Stanzerei rockten White Wine und eröffneten den Abend
Hyperculte aus Genf legten einen minimalistischen und zugleich mystischen Auftritt hin
Gitarrist und Sänger Joe Haege von White Wine
FlexFab verwandelte das Royal in einen Tanzpalast
FlexFab sorgte mit einer spektakulären Lichtshow für eine gute Stimmung im Royal
Eine spektakuläre Lichtshow und harte Bässe - das ist FlexFab aus Neuenburg
Der extrovertierte Joe Haege von White Wine legte einen schweisstreibenden Auftritt hin

One of a Million

Aargauer Zeitung

Es waren neun Tage voller musikalischer Entdeckungen und neuer Bekanntschaften, welche die sechste Ausgabe des «One of a Million»-Festivals prägten. Für ein letztes Mal steigen wir die steile Treppe in die «Druckerei» herab, um den Abschluss des Events gebührend zu feiern.

Es ist eine energiegeladene Show, die White Wine in der «Druckerei» hinlegen. Das Gemisch aus rockigen Gitarren, knarrenden Synthies und einem treibenden Schlagzeug ist eingängig und mitreissend, dabei aber nur schwer zu verorten. Doch nicht nur ihre Musik tanzt aus der Reihe – Sänger und Gitarrist Joe Haege springt immer mal wieder von der Bühne und bahnt sich mit einer kleinen Lampe auf dem Kopf seinen Weg durchs Publikum.
Wie ein Geist wandelt er umher und flüstert ins Mikrofon, dann wieder setzt er in bester schamanistischer Manier mit einer Rassel in der Hand zum Tanze an und schreit sich die Seele aus dem Leib. Es ist ein würdevoller Auftakt für einen Abend, der noch so einiges zu bieten haben wird.

Zuerst führt der Weg weiter in die «Stanzerei». Dort haben es sich die beiden Genfer Musiker von Hyperculte auf der Bühne bequem gemacht – aus den Boxen ist Vogelgezwitscher zu vernehmen, das sich langsam in einen meditativen Klangteppich steigert. Nur mit Schlagzeug, Kontrabass und einem Loop-Gerät erschafft das Duo eine immens dichte Atmosphäre, obwohl das Ganze eher monoton und minimalistisch daherkommt.
Das Publikum befindet sich in stetiger Bewegung im Takt des dröhnenden Basses, der ab und an durch gesangliche Passagen ergänzt wird. Noch immer versunken in dieser verträumten Stimmung, ziehen einige der Festivalbesucher in Richtung «Royal», während sich andere noch das «One of a Million»-Emblem auf die Tasche nähen lassen – von freiwilligen Helfern, versteht sich. Über deren Einsatz zeigt sich Organisator Nik Fischer erfreut: «Sie sind es, die ein solches Festival erst ermöglichen.»

Neuer Besucherrekord

Die Luft ist stickig, von der Bühne her blitzt das grelle Licht des Stroboskops. Die tanzenden Gäste wirken von oben her wie ein Meer, das langsam Wellen schlägt. FlexFab – wie sich der Neuenburger Electro-Künstler nennt – ist durch die Dampfwolken und hinter den schwingenden Fahnen kaum zu erblicken. Sein abwechslungsreiches Set und die spektakuläre Lichtshow verwandeln das «Royal» innert Kürze in einen Tanzpalast. Fette Bässe sind zu hören, Einflüsse von Hip-Hop wechseln sich mit technoiden Passagen ab und heizen das Publikum während rund eineinhalb Stunden an.
So ist es denn auch bereits nach Mitternacht, als die musikalische Reise in der «Stanzerei» mit Vuurwerk aus Belgien in die Zielgerade geht. Ihre Mischung aus elektronischen Klängen, melodischen Gitarrenpassagen und wummernden Bässen lässt die Stimmung noch einmal hochkochen. Das Konzept des «One of a Million» scheint auch nach sechs Jahren noch immer aufzugehen. «Wir haben das Festival genossen», sagt Fischer. Auch konnte man in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verbuchen. «Trotzdem sind wir ein Entdeckungsfestival geblieben», meint Fischer, «es war eine Woche voller Highlights und freudiger Geschichten.»

Aktuelle Nachrichten