Regelmässig befragt die az via Online-Umfragen ihre Leser zu den Ideen und Vorhaben des Badener Stadtrats. Eine Übersicht der letzten vier Umfragen zeigt: Die Leser interessieren sich für Lichterlöschen und Bahnhofunterführungen mehr als für Geschlechterquoten. Dabei teilen sie die jeweilige Meinung des Stadtrats.

Ginge es nach den Badener Onlinelesern, wäre der Stadtteil Baden Nord dank einer dritten Bahnhofunterführung besser erreichbar und Pendler würden ihren Arbeitsplatz schneller erreichen. Der Vorschlag einer dritten Unterführung kam von Bauvorsteher und Stadtrat Markus Schneider. Die Online-Umfrage der az zeigt: 67 Prozent finden eine dritte Fussgängerunterführung am Bahnhof sinnvoll, 27 Prozent sagen: Eine dritte Unterführung wäre Geldverschwendung und den übrigen 6 Prozent ist es egal, weil sie den Bahnhof kaum benutzen. Damit unterstützen zumindest die rund 200 Leser, die abgestimmt haben, die Idee des Stadtrats.

Lichterlöschen hoch im Kurs

Auch die geplante Lichterlöschung zwischen ein und fünf Uhr morgens stösst bei der Leserschaft auf Gegenliebe. Der Pilotversuch startet in der Nacht auf den 13. Januar 2014 und ist vorerst auf die beiden Stadtteile Rütihof und Allmend/Münzlishausen beschränkt. 80 Prozent der Leser finden das eine gute Idee, weil um die besagte Zeit sowieso niemand unterwegs sei. 20 Prozent sorgen sich um die Sicherheit, wenn die Strassen nicht beleuchtet sind. An der Umfrage beteiligten sich rund 200 Leser.

Was die Stadt mit ihrer Strassenbeleuchtung vorhat, betreiben Geschäftsinhaber schon lange. Sie löschen die Beleuchtung in ihren Schaufenstern nachts für mehrere Stunden. Was den Lesern sauer aufstösst, ist, dass die Geschäfte ihre Logos am helllichten Tag brennen lassen. Deshalb sagen 82 Prozent: Licht aus. Die übrigen 18 Prozent denken, dass man an anderen Stellen sinnvoller sparen kann.

Kein Interesse an Quotenfrauen

Auf wenig Interesse stiess der Vorstoss von SP-Einwohnerrätin Andrea Arezina. Sie wollte eine Geschlechterquote für die Kaderpositionen in der Stadtverwaltung einführen. Der Stadtrat empfahl den Vorstoss zur Ablehnung. Der Einwohnerrat wies den Vorstoss zurück. Nur gerade 60 Leser stimmten bei der Online-Umfrage ab, doch das Ergebnis war deutlich. 88 Prozent finden, eine Quote sei der falsche Weg um Gleichberechtigung herzustellen. Lediglich 12 Prozent hätten Andrea Arezina in ihrem Anliegen unterstützt.

Trotz deutlicher Resultate dürfen Online-Umfragen nicht als repräsentativ gewertet werden. Sie können aber eine Tendenz aufzeigen.